Unimarkt-Übernahme: Hoffnung auf Zukunft für St. Ruprecht und Anger in Weiz

November 26, 2025 16:38
Unimarkt-Übernahme: Hoffnung auf Zukunft für St. Ruprecht und Anger in Weiz

Die angekündigte Schließung von mehr als 90 Unimarkt-Filialen in Österreich stellt auch für den Bezirk Weiz einen Schock dar. An den Standorten in St. Ruprecht an der Raab und Anger gibt es jedoch Hoffnung auf eine Übernahme durch Rewe. Darüber berichtet Welt Stimme.

Österreichweit zieht sich der Lebensmittelhändler Unimarkt nach 50 Jahren zurück, betroffen sind insgesamt 90 Filialen, darunter 28 in der Steiermark. Kürzlich wurde bekannt, dass 23 Unimarkt-Standorte, darunter 11 in der Steiermark, in Zukunft zu Spar-Märkten werden.

Der Einsatz macht sich belohnt

Der Standort in St. Ruprecht an der Raab, wie Gemeindechef Franz Nöhrer mitteilt, bleibt vorerst von dieser Umstrukturierung unberührt. Die Gemeinde hat sich stark dafür eingesetzt, den zweiten Nahversorger für die rund 5.750 Einwohner zu erhalten. Nöhrer lässt verlauten, dass der Unimarkt, der seit 2021 mit dem Team um Martina Glettler-Weiß für Regionalität steht, von Rewe übernommen werden soll, vorbehaltlich der Genehmigung durch die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) und des Bundeskartellanwalts.

Ob das Team übernommen wird, lässt sich noch nicht sagen. Nöhrer zeigt sich jedoch optimistisch: „Ich bin jedenfalls super glücklich, mir fällt ein Stein vom Herzen“, äußert er sich zur hohen Wahrscheinlichkeit der Übernahme. Für ihn wäre ein Adeg-Markt eine ideale Nachbesetzung, da die Regionalität besonders stark vertreten würde.

Rewe zeigt auch Interesse an Anger

Ähnlich sieht es in Anger aus, wo der Markt seit 2017 von Barbara Wagenbauer und Gabi Kapfer geleitet wird. Auch hier gibt es Hoffnung, dass Rewe, nachdem Interesse bekundet wurde, den Unimarkt-Standort übernehmen könnte, ebenfalls vorbehaltlich der kartellrechtlichen Freigabe. Wagenbauer berichtet, dass die Nachricht von der Schließung für das achtköpfige Team schockierend war.

„Wir sind nach wie vor – auch zu Weihnachten und Silvester – für unsere Kunden da“, betont Wagenbauer inmitten der Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung.

Kundschaft als starke Schulter

„Die Kunden haben uns stets Mut zugesprochen“, zeigt sich Wagenbauer erfreut über die Unterstützung der Bevölkerung. Der Standort Unimarkt ist für die Region von hoher Relevanz, da etwa 100 lokale Landwirte als Lieferanten tätig sind.

In der Gemeinde Ludersdorf-Wilfersdorf gibt es ebenfalls eine Unimarkt-Filiale. Hier ist die Zukunft noch ungewiss, wie Bürgermeister Hans Peter Zaunschirm mitteilt. Er hofft jedoch, dass der Betrieb in irgendeiner Form fortgeführt werden kann. „Auch meine Familie kauft im Unimarkt ein“, so der Bürgermeister abschließend.

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