Der diesjährige VCÖ-Mobilitätspreis Oberösterreich wurde an das Graumann-Viertel in Traun für sein innovatives Mobilitätskonzept verliehen. Zusätzlich wurden zwei weitere vorbildliche Projekte gewürdigt: Das Ordensklinikum Linz für sein betriebliches Mobilitätsmanagement und die Stadtgemeinde Gallneukirchen für ihr Mobilitätskonzept.
Darüber berichtet Welt Stimme.
Hauptpreis für das Graumann-Viertel in Traun
Der Hauptpreis des VCÖ ging an das Graumann-Viertel, das drei Wohnhäuser mit insgesamt 87 Wohnungen umfasst. Die Planung sieht vor, dass es zwischen den Gebäuden keinen Durchzugsverkehr und keine Parkplätze gibt. Stattdessen wurde ein Park geschaffen, der das nachbarschaftliche Miteinander fördert und Kindern Raum zum Spielen und Bewegen bietet. Dank der zentralen Lage können viele Besorgungen fußläufig oder mit dem Fahrrad erledigt werden. Zudem wurde die Pkw-Stellplatzverpflichtung von 20 auf 15 Stellplätze pro zehn Wohnungen reduziert.
Auszeichnungen für das Ordensklinikum Linz und Gallneukirchen
Das betriebliche Mobilitätsmanagement des Ordensklinikums Linz wurde ebenfalls ausgezeichnet. Seit Herbst 2023 sind Maßnahmen in Umsetzung, die dazu beitragen sollen, dass mehr Mitarbeiter mit dem Fahrrad, öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Fahrgemeinschaften zur Arbeit kommen. Zu den Verbesserungen gehören unter anderem die Erhöhung der Fahrradabstellplätze, die Schaffung von Lademöglichkeiten für E-Bikes, sowie die Bereitstellung von City-Bikes für Dienstwege. Zudem finden zweimal jährlich kostenlose Radchecks statt, bei denen jährlich rund 200 Fahrräder gewartet werden. Die Bildung von Fahrgemeinschaften wird durch eine App unterstützt, die von mehr als 500 Mitarbeitern genutzt wird.
Die Stadtgemeinde Gallneukirchen erhielt ebenfalls eine VCÖ-Auszeichnung für ihr Mobilitätskonzept. Seit 2020 wurden verstärkt Maßnahmen ergriffen, um die Mobilität zu Fuß, mit dem Rad und im öffentlichen Verkehr zu verbessern. Im Zentrum und rund um das Schulzentrum wurden Verkehrsberuhigungen umgesetzt, Geh- und Radwege ausgebaut, und der Fuhrpark der Gemeinde wird schrittweise auf Elektrofahrzeuge umgestellt.


