Insolvenzverfahren gegen road rutter GmbH eröffnet
Am Landesgericht Klagenfurt wurde ein Insolvenzverfahren über das Vermögen der road rutter GmbH in Villach eröffnet. Es handelt sich um ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung.
Die road rutter GmbH wurde vor etwa 20 Jahren gegründet und führt derzeit ausschließlich Reparaturen von Motorrädern und Mopeds durch, während der Handelsbetrieb bereits vor Jahren eingestellt wurde. Die Schuldnerin beabsichtigt, das Unternehmen fortzuführen und einen Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent abzuschließen.
Nach Angaben des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV) hatte das Unternehmen regelmäßig Aufträge für die Reparatur von Motorrädern und Mopeds. Im Betrieb sind neben dem Geschäftsführer dessen Frau und Schwager tätig. Der Schwager, der den höchsten Arbeitnehmerbeitrag erhält, gilt jedoch als unzuverlässig, da er häufig nicht zur Arbeit erscheint. Das Unternehmen konnte seinen Verpflichtungen gegenüber den Gläubigern, insbesondere dem Finanzamt der Republik Österreich als größtem Gläubiger, nicht nachkommen. Zudem ist die Liquidität des Unternehmens zunehmend erschöpft, weshalb nicht ausreichend Mittel vorhanden sind, um die Verbindlichkeiten zu begleichen.
Die Gesamtschulden der road rutter GmbH belaufen sich auf rund 100.000 Euro, während die Aktiva bei etwa 59.400 Euro liegen. Daraus ergibt sich eine Überschuldung von rund 40.600 Euro. Nach AKV-Angaben sind von der Insolvenz vier Gläubiger sowie ein Mitarbeiter betroffen.
Einordnung
Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens deutet auf eine erhebliche finanzielle Schieflage des Unternehmens hin. Die angestrebte Sanierung mit einer Quote von 20 Prozent könnte einen Teil der Gläubiger entschädigen, führt jedoch zu einer ungewissen Zukunft für die road rutter GmbH und ihre Mitarbeiter.


