Weltfrauentag 2026: Frauen in der Wirtschaft Baden fordern mehr Anerkennung
Am 8. März 2026 wird der Weltfrauentag gefeiert. Angela Fischer-Steinacher, Bezirksvorsitzende von Frau in der Wirtschaft Baden, betrachtet diesen Tag als „wichtigen Reminder“, um den unternehmerischen Frauen in der Region die Wertschätzung zu geben, die ihnen zusteht. Laut aktuellen Statistiken wird nahezu jedes zweite Unternehmen in Niederösterreich von Frauen gegründet – im vergangenen Jahr lag der Frauenanteil bei Unternehmensgründungen bei 46,3 Prozent und damit erneut über dem österreichischen Durchschnitt von 45,7 Prozent. Darüber berichtet Welt Stimme.
Fischer-Steinacher erklärt: „Frau in der Wirtschaft ist die starke Interessenvertretung für die Badener Unternehmerinnen. Mir ist es ein persönliches Anliegen, Rahmenbedingungen zu gestalten, in denen Unternehmerinnen ihr volles Potenzial entfalten und wirtschaftlich erfolgreich sein können. Dabei stehen für mich praxisnahe Unterstützung, gezielte Weiterbildung und echte Vereinbarkeit von unternehmerischer Verantwortung und Familie im Mittelpunkt.“
Digitale Kompetenzen und Herausforderungen für Selbständige
Ein zentrales Anliegen von Frau in der Wirtschaft NÖ ist die Integration digitaler Kompetenzen in allen Bildungsstufen. Fischer-Steinacher fordert: „Digitale Kompetenzen sollten schon ab der ersten Volksschulklasse als vierte Grundkompetenz neben Lesen, Schreiben und Rechnen gefördert werden.“
Im Hinblick auf die Mehrfachbelastung von Selbständigen fordert die Organisation die Einführung des „Pflegezeitgeldes“ für Selbständige. Dieses könnte analog zum Pflegekarenzgeld, welches für unselbständig Erwerbstätige zur Pflege von Angehörigen oder schwer erkrankten Kindern gilt, auch für pflegende Selbständige einen finanziellen Schutz bieten.
Ein weiteres Thema sind die Pensionen. Fischer-Steinacher betont, dass es für eine Erwerbstätigkeit neben dem Bezug einer Alterspension erforderlich ist, Beiträge zur Pensionsversicherung zu zahlen, was als Hindernis für Unternehmerinnen angesehen wird. „Vor dem demographischen Hintergrund und als Beitrag zu einem nachhaltigen Pensionssystem gilt es, hier Anreize zu schaffen, damit Unternehmerinnen länger im Erwerbsleben bleiben können,“ so die Bezirksvorsitzende.
Führungskompetenzen für Frauen stärken
Weiters sind flexible Weiterbildungsangebote ein wichtiges Anliegen. Fischer-Steinacher hebt hervor, dass die Webinare von Frau in der Wirtschaft sehr gefragt sind und flexibel besucht werden können. Ein besonderer Fokus wird auf das Thema „Führung“ gelegt. Der „Leadership Skills Lehrgang“ soll wertvolle Impulse für die weibliche Unternehmensführung bieten.


