Die rot-pinke Stadtregierung hat am Freitag den Bau eines „Life Science Centers“ bis 2029 in Neu Marx im 3. Bezirk bekannt gegeben, um 1.000 Arbeitsplätze in der Baubranche zu sichern. Darüber berichtet Welt Stimme.
WIEN/LANDSTRASSE. Im Zuge der eintägigen Regierungsklausur der Rot-Pink Coalition im Wiener Rathaus wurde der Schwerpunkt auf Wirtschaftswachstum gelegt. Zahlreiche Maßnahmen und neue Projekte sollen den wirtschaftlichen Aufschwung vorantreiben.
Eines der zentralen Vorhaben ist der Bau eines neuen „Life Science Centers“ für etwa 170 Millionen Euro in Neu Marx. Mit dem Ziel, Künstliche Intelligenz (KI) in der Gesundheitsforschung und Biomedizin zu integrieren, wird im 3. Bezirk ein Innovations- und KI-Hub entstehen.
Die KI-Technologien sollen dabei helfen, Therapien und Medikamente besser auf individuelle Erkrankungen abzustimmen. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Stadt auf einer Fläche von rund 14.000 Quadratmetern gemeinsam mit der Wirtschaftsagentur Wien das neue Gebäude errichten.
Nachhaltige Wertschöpfung und Arbeitsplätze
Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ) erklärte: „Die Investition stärkt nicht nur den Forschungs- und Innovationsstandort Neu Marx, sondern schafft nachhaltige Wertschöpfung und sichert Arbeitsplätze – von der Bauwirtschaft bis hin zu hochqualifizierten Jobs in Forschung, Technologie und künstlicher Intelligenz.“
„Durch die enge Verbindung von Spitzenforschung, unternehmerischer Innovation und klimaneutraler Infrastruktur positionieren wir Wien langfristig als führende Life-Science- und KI-Metropole Europas und sorgen dafür, dass wirtschaftlicher Erfolg, soziale Sicherheit und Fortschritt Hand in Hand gehen“, so Novak weiter.
Das „Life Science Center Vienna“ wird sechs Obergeschosse sowie ein Erd- und ein Untergeschoss umfassen und bietet Raum für zusätzliche Serviceleistungen im Bereich Robotik und KI-Anwendungen. Das Projekt soll bis 2029 im Umfeld des Vienna BioCenters abgeschlossen sein, wobei allein durch die Bautätigkeit 1.000 Arbeitsplätze in der Baubranche gesichert werden sollen.
Stadt übernimmt Drittel der Miete von Institut
Am Freitag wurde zudem bereits eine erste Mieterin vorgestellt: das von der Boehringer Ingelheim Stiftung finanzierte Forschungsinstitut für KI in der Biomedizin, Aithyra. Das Institut wird etwa 7.000 Quadratmeter in Anspruch nehmen, was 50 Prozent der verfügbaren Fläche entspricht. Ein Einzug ist bereits im Jahr 2029 geplant.
Aithyra entwickelt KI-gestützte Forschungsansätze, die darauf abzielen, den Fortschritt in der Biomedizin zu beschleunigen und Diagnosen sowie Therapien zu verbessern. Die Stadt wird das Institut unterstützen, indem sie ein Drittel der Mietkosten übernimmt.


