Wirtschaft im Bezirk Hollabrunn blickt optimistisch auf 2026 nach herausforderndem Jahr 2025

Jänner 29, 2026 09:57
Wirtschaft im Bezirk Hollabrunn blickt optimistisch auf 2026 nach herausforderndem Jahr 2025

Die Wirtschaft im Bezirk Hollabrunn hat ein herausforderndes Jahr 2025 hinter sich. Hohe Energiepreise, Inflation und zunehmende Bürokratie haben Unternehmen unter Druck gesetzt. Im Rückblick mit Obmann Alfred Babinsky und Bezirksstellenleiter Julius Gelles wird deutlich: Trotz schwieriger Rahmenbedingungen zeigen Betriebe Leistungsbereitschaft, Innovationskraft und Durchhaltevermögen. Sie blicken mit Zuversicht in ein Jahr 2026. Darüber berichtet Welt Stimme.

HOLLABRUNN. „Wenn wir zurückblicken auf 2025, müssen wir sagen, dass die Wirtschaft enorme Herausforderungen zu bewältigen hatte“, so Obmann Alfred Babinsky. Die finanziellen Belastungen durch hohe Energiepreise und die damit verbundene Inflation haben viele Betriebe in ihrer Entwicklung eingeschränkt, was zu einem Rückgang der Investitionsbereitschaft und Unsicherheit im Konsumverhalten führte. Zusätzlich hat eine zunehmende Bürokratie wertvolle Ressourcen in Anspruch genommen.

Ein Jahr voller Herausforderungen

Babinsky hebt hervor: „Es ist beeindruckend, wie unsere Unternehmerinnen und Unternehmer trotz all dieser Widrigkeiten ihre Leistungsbereitschaft, Innovationskraft und Durchhaltevermögen zeigen. Das verdient Respekt.“ Insbesondere die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben entscheidend dazu beigetragen, dass „Werkl am Laufen zu halten“.

Digitale Lösungen gegen Bürokratie

Ein zentrales Anliegen der Wirtschaftskammer ist die Entbürokratisierung. Mit einem neuen Online-Portal können Mitglieder bürokratische Herausforderungen digital melden. „Einfach, unkompliziert und direkt“, erklärt Babinsky. „Die Anliegen fließen direkt in unsere politische Arbeit ein und helfen, praxisnahe Lösungen zu entwickeln.“ Bezirksstellenleiter Julius Gelles ergänzt: „Wir wollen die Unternehmen aktiv einbinden. Jede Stimme zählt, besonders bei den kleinen und mittleren Betrieben, die oft schwer Gehör finden. 93 Prozent unserer Betriebe haben bis zu neun Mitarbeiter.“

Veranstaltungen und Vernetzung als Erfolgsfaktoren

Das Jahr 2025 war auch geprägt von zahlreichen Veranstaltungen. Info-Frühstücke zu Künstlicher Intelligenz, Workshops zu Marketing-Praxis und Online-Gründungsworkshops boten praxisnahen Nutzen. Babinsky betont die Wichtigkeit der Regionalität: „Es ist uns wichtig, dass Gemeinden und Betriebe aufeinander schauen. Nachhaltige und regionale Beschaffung stärkt die lokale Wirtschaft.“

Des Weiteren organisiert die Bezirksstelle Betriebsbesuche, Steuer- und Förderberatung sowie Initiativen wie das „Frau in der Wirtschaft“-Programm. Gelles stellt fest: „Aktualität der Themen, Informationsgehalt und Vernetzung sind entscheidend. Die Mitglieder nutzen diese Angebote intensiv.“

Zahlen und Fakten der Bezirksstelle Hollabrunn

Aktuell betreut die Bezirksstelle 3.192 aktive Betriebe – ein Zuwachs von 11 Prozent seit 2020. Für 2024 wurden 191 Unternehmensgründungen registriert, während die Zahl der Lehrbetriebe und Lehrlinge leicht zurückgeht. „Dem wollen wir mit gezielten Initiativen entgegensteuern“, erklärt Babinsky und berichtet von positiven Erfahrungen mit der Lehrlingsausbildung: „Alle meine Monteure haben bei mir gelernt.“

Ausblick auf 2026

Für das neue Jahr zeigt sich Babinsky vorsichtig optimistisch: „Die ersten Signale einer Stabilisierung sind erkennbar. Chancen bieten Digitalisierung, Regionalität und nachhaltige Geschäftsmodelle.“ Entscheidend sei, dass Entlastungen bei Energie und Bürokratie spürbar bei den Unternehmen ankommen.

„Wir als Wirtschaftskammer werden auch 2026 bestmöglich für unsere Mitglieder da sein – mit Service, Beratung und einer starken Interessensvertretung“, so Babinsky abschließend.

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