Im Jahr 2025 wurden Beratungsleistungen in Höhe von mehr als 40 Millionen Euro für die Mitglieder der Wirtschaftskammer Kärnten erbracht. Die Kammer betonte bei der heutigen Pressekonferenz ihre Rolle als Interessenvertretung bei Gesetzen und wirtschaftspolitischen Themen wie der Windkraft sowie ihre Funktion als Ausbilder, insbesondere im Lehrlingsbereich. Darüber hinaus hat sich die Wirtschaftskammer ein Einsparziel von einer Million Euro gesetzt. Darüber berichtet Welt Stimme.
Die Zahlen auf einen Blick
Bei der Bilanzpressekonferenz in Klagenfurt gaben Jürgen Mandl, Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten, WKK-Direktor Meinrad Höfferer, und die Leiterin des Servicezentrums, Jutta Steinkellner, einen Überblick über das umfassende Serviceangebot. Im vergangenen Jahr verzeichnete man über 50.000 Serviceanfragen, die insgesamt 215.000 Servicestunden umfassten. Dies führte zu Beratungsleistungen im Wert von 40,3 Millionen Euro für die Mitgliedsunternehmen. Mandl stellte fest: „Die Anfragen werden immer komplexer.“ Jutta Steinkellner kündigte zudem den ersten KI-Day der WKK an, der am 5. Mai 2026 im Lakeside Science & Technology Park stattfinden wird. Besonders stark nachgefragt wird die Rechtsberatung, insbesondere bei Themen wie Urheberrechtsverletzungen oder Internetbetrug, was zu einer Kostenersparnis von 450.171 Euro für Unternehmen führte.
Interessensvertretung
Das Kundenfeedback sei überwiegend positiv. Höfferer erklärte: „Wir haben rd. 2.000 Rückmeldungen erhalten – im Schnitt mit einer Bewertung von 1,08 laut Schulnotensystem.“ Der Großteil der Anfragen stammt von Kleinunternehmen und Ein-Personen-Unternehmen. Zudem hob Höfferer die Rolle der Kammer als Interessenvertretung hervor. Im vergangenen Jahr wurden etwa 204 Gesetzesbegutachtungen auf Bundesebene sowie 86 auf Landesebene eingegeben, wobei Themen wie Windkraft und der Ausbau der 380-kV-Leitung von Bedeutung sind.
Lehrlinge und Co.
Neben den Beratungsleistungen spielte auch die Ausbildung eine zentrale Rolle, die im öffentlichen Diskurs oft vernachlässigt wird. In den letzten zehn Jahren investierte die Wirtschaftskammer rund 45 Millionen Euro in die Bildungsinfrastruktur. Für dieses Jahr werden unter anderem 500.000 Euro in die Infrastruktur der Elektrotechnik investiert, um die Lehrabschlussprüfungen auf den neuesten Stand zu bringen. Zudem ist die Organisation und Durchführung von Meister-, Befähigungs- und Lehrabschlussprüfungen eine wichtige staatliche Aufgabe.
Ziel: eine Million Euro
Wie jedes Unternehmen ist auch die Wirtschaftskammer zur Kosteneinsparung verpflichtet. Für dieses Jahr plant Kärnten eine Einsparung von einer Million Euro. Dies wird unter anderem durch die Zusammenlegung von Einzelmaßnahmen oder Kampagnen erreicht. Auch durch den natürlichen Abgang der Mitarbeiter werden Stellen bei Pensionierungen nicht nachbesetzt. Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Marketing wird man außerdem „kürzer treten“. Aktuell sind 173 Personen bei der Wirtschaftskammer Kärnten beschäftigt.


