Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak besucht Erste Bank: Wien profitiert von Digitalisierungs-Expertise

Oktober 28, 2025 11:42
Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak besucht Erste Bank: Wien profitiert von Digitalisierungs-Expertise

Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ) besuchte kürzlich die Zentrale der Erste Bank und Sparkassen beim Quartier Belvedere. Dort erhielt sie einen tiefen Einblick in die Arbeitsabläufe des Bankhauses. Gerade im Hinblick auf Digitalisierung und IT-Security konnte sie auch einiges für die Stadt Wien mitnehmen, wie sie betont. Darüber berichtet Welt Stimme.

WIEN/FAVORITEN. Die Erste Bank und Sparkasse, eine der ältesten Banken Mitteleuropas, hat über 200 Jahre Geschichte. Das moderne Headquarter im 10. Bezirk, das 2015 fertiggestellt wurde, zeigt sich innovativ und unkonventionell. Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak (SPÖ) besuchte die Bank am Montag, was ihren ersten offiziellen Besuch in dieser Rolle darstellt.

Gemeinsam mit MeinBezirk nahm sie an einer Tour durch das Gründerzentrum für Neo-Unternehmerinnen und -Unternehmer, die Bankfiliale und den IT-Bereich teil. „Die Stadt Wien kann von den Strukturen des Geldinstituts lernen“, so Novak.

Genau hinhören

Im Gründerzentrum werden wertvolle Tipps und Fallstricke für neue Unternehmerinnen und Unternehmer vermittelt. Hier erhalten Erstgründerinnen und -gründer die Unterstützung, die sie beim Schritt in die Selbstständigkeit benötigen.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Bank besprachen auch die aktuellen Herausforderungen für Jungunternehmerinnen, insbesondere im Hinblick auf finanzielle Haftungsfragen. Vor allem hinsichtlich möglicher Sparmaßnahmen bei Beratungs- und Förderangeboten zeigen die Erste Bank und Novak Überlegungen auf, wie ein „One-Stop-Shop“ für Gründerinnen und Gründer realisiert werden könnte.

Digital schlägt Beratung nicht

In der Filiale vor Ort wird betont, dass das persönliche Kundenangebot auch in Zeiten der Digitalisierung von großer Bedeutung bleibt. Die zentrale Verpflichtung der Bankangestellten liegt nach wie vor darin, Kundenfragen zur Banking-App „George“ zu beantworten, während sie gleichzeitig auch traditionelle Bankgeschäfte und individuelle Vermögensberatung abdecken.

Passend zum Weltspartag, der in dieser Woche stattfindet, erhielt Novak eine Auswahl an Geschenken für die Kunden, einschließlich Marmelade und weiteren „Goodies“. Dies verdeutlicht, dass trotz technischer Fortschritte auch die persönliche Interaktion mit der Hausbank schätzt.

Mit KI statt gegen die Zukunft

Digitales Banking und die Integration von Künstlicher Intelligenz (KI) sind zentrale Themen der Bankstrategie. Die Verbesserungen in der Anwendung „George“ zielen darauf ab, die Kundenerfahrung zu optimieren und gleichzeitig den Mitarbeitern den Arbeitsalltag zu erleichtern.

Anstatt einfache Chatbots einzusetzen, möchte die Bank den Kunden im täglichen Banking unterstützen. „George“ soll als Co-Pilot im Alltag fungieren, wobei die Kontrolle beim Kunden bleibt.

Die KI-gestützte Bankapplikation bietet dem Nutzer verschiedene hilfreiche Einsichten, wie beispielsweise eine Übersicht über die monatlichen Ausgaben und Sparpotenziale. Sicherheitsaspekte sind im Finanzsektor von größter Bedeutung, sodass KI auch zur Sicherung der Systeme eingesetzt wird.

Betriebsrat bei KI am Zug

Der Betriebsrat spielt eine wichtige Rolle dabei, dass die Arbeitnehmer in der Technologieentwicklung nicht vergessen werden. Während die digitale Transformation stattfindet, wird darauf geachtet, dass die Sicherheit der Mitarbeiter nicht gefährdet wird.

Novak erfragt die Ansichten zur Job-Sicherheit im Hinblick auf zunehmende Automatisierungen. Der Fokus liege darauf, Mitarbeiter nicht zu ersetzen, sondern ihnen durch Technik zu entlasten.

Chancen auch für Kriminelle

Cybersecurity gewinnt in der Bankenwelt zunehmend an Bedeutung. Angreifer sind mittlerweile oft gut vernetzte Organisationen. Die Erste Bank hat auf die steigenden Bedrohungen reagiert, indem sie Expertinnen und Experten einstellt, die Schwachstellen im Unternehmenssystem identifizieren sollen.

Wirtschaftsstadträtin Novak interessierte sich insbesondere für die Digitalisierung ehemals analoger Prozesse und wie die Stadt Wien von diesen Entwicklungen profitieren kann. Die fortschreitende digitale Transformation stellt sowohl Risiken als auch Chancen dar, die es zu adressieren gilt.

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