Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) prüft derzeit Vorwürfe gegen WKW-Präsident Walter Ruck, nachdem bekannt wurde, dass mehrere enge Familienangehörige von ihm in verschiedenen Positionen innerhalb der Sozialversicherungen und der WKW tätig sind. Medial wurde Ruck bereits Postenschacher vorgeworfen.
In den letzten Tagen sieht sich Walter Ruck mit schwerwiegenden Vorwürfen konfrontiert. Laut Berichten des „Profil“ soll er zwei Söhne und seine Lebensgefährtin in Schlüsselpositionen innerhalb von Sozialversicherungen platziert haben. Die Vorwürfe besagen, dass Ruck diesen Angehörigen die Posten „beschafft“ habe.
Sein Sohn Alexander Ruck ist Vorsitzender der Pensionsversicherungsanstalt (PVA), während Christoph Ruck sowohl im Landesstellenausschuss der AUVA als auch als Innungsmeister der WKW Sparte Gewerbe und Handwerk tätig ist. Die Lebensgefährtin von Ruck hat zudem seit Sommer 2025 einen Sitz im Landesstellenausschuss Sozialversicherung der Selbstständigen (SVS).
WKO prüft Vorgänge
Bisher hat sich Ruck noch nicht zu den Medienanfragen geäußert. Allerdings meldete sich die WKO zu Wort, die ebenfalls kürzlich aufgrund von umstrittenen Gehaltserhöhungen und unzureichender Kommunikation des ehemaligen Präsidenten Harald Mahrer in der Kritik stand.
Die neue Präsidentin Martha Schultz hat versprochen, die Transparenz und Reformkräfte innerhalb der Kammer wiederherzustellen. In diesem Kontext wird nun eine Überprüfung der Ernennungs- und Besetzungsabläufe bei der WKO durchgeführt. WKO-Generalsekretär Jochen Danninger teilte mit, dass der Auftrag zur Überprüfung bereits vor einer Woche erteilt wurde.
Darüber hinaus sollen umfassende Compliance-Richtlinien entwickelt werden, die zukünftig für Transparenz bei der Vergabe von Posten und Funktionen sorgen sollen. Zudem wurde ein Reformprozess initiiert, in dessen Rahmen bereits die erste Führungsklausur stattgefunden hat.
Darüber berichtet Welt Stimme.


