Flugrettungszentrum West in Innsbruck: Hagele betont Bedeutung der Hubschrauberrettung in Tirol

September 7, 2025 15:12
Flugrettungszentrum West in Innsbruck: Hagele betont Bedeutung der Hubschrauberrettung in Tirol

Gesundheitslandesrätin Hagele besuchte das Flugrettungszentrum West und betonte die zentrale Bedeutung der Hubschrauberrettung in Tirol.

TIROL. Ob am Berg, auf der Skipiste oder bei medizinischen Notfällen im Tal – die Flugrettung ist in Tirol ein zentraler Baustein der Gesundheitsversorgung. Kürzlich besuchte Gesundheitslandesrätin Cornelia Hagele das Flugrettungszentrum West in Innsbruck und hob die große Bedeutung der Flugrettung für die notärztliche Versorgung hervor: „Wenn jede Minute zählt, ist der Hubschrauber oft die einzige Chance, Leben zu retten. Dass wir weltweit zu den Regionen mit der höchsten Dichte an Notarzthubschraubern zählen, ist ein klarer Beweis dafür, welchen Stellenwert die Flugrettung in Tirol hat – gerade auch aufgrund unserer Topografie mit Tälern und entlegenen Weilern. Die Stützpunkte der verschiedenen Unternehmen sind damit ein Aushängeschild weit über die Landesgrenzen hinaus“, ergänzt LRin Hagele. Darüber berichtet Welt Stimme.

Finanzierung und Zusammenarbeit

In Tirol arbeiten acht verschiedene Unternehmen im Rahmen einer Grundversorgungsvereinbarung zusammen: S-H-S Flugrettung, Heli Tirol – Martin Flugrettung, Christophorus Flugrettungsverein, Schenk Air, ARA Flugrettung, RK Salzburg, Wucher Helicopter und ÖAMTC-Flugrettung. Das Land Tirol finanziert gemeinsam mit den Sozialversicherungsträgern die Einsätze – rund 1,9 Millionen Euro für die Grundversorgung und weitere 580.000 Euro für die Überstellung von PatientInnen zwischen Krankenanstalten. LRin Hagele betont: „Die Flugrettung ist ein wichtiges Mosaik der gesamten Notfallversorgung in Tirol, auf das wir zählen und stolz sein können.“

Hubschrauberstandorte und Einsätze

Zu Spitzenzeiten stehen in Tirol 16 Notarzthubschrauber für Einsätze bereit – acht ganzjährig, acht saisonal, insbesondere im Winter. Der Innsbrucker Stützpunkt, betrieben vom ÖAMTC-Flugrettungsverein, ist der älteste Standort Österreichs und wickelt jährlich knapp 1.000 Einsätze ab.

Alarmierung durch Leitstelle Tirol

Welche Maschine alarmiert wird, entscheidet die Leitstelle Tirol. Grundsätzlich wird jener Hubschrauber disponiert, der die kürzeste Anflugzeit zum Notfallort hat. LRin Hagele sagt: „Die Flugrettung funktioniert in Tirol nur deshalb so reibungslos, weil viele Partner – unter anderem auch der bodengebundene Rettungsdienst oder die Berg- und Pistenrettung – Hand in Hand arbeiten. Die Tirolerinnen und Tiroler können sich darauf verlassen, dass im Notfall rasche Hilfe kommt.“

Professionalität der Teams

Die Teams auf den Hubschrauberstützpunkten sind von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang einsatzbereit. PilotInnen, NotärztInnen und FlugretterInnen bilden eine Einheit, die selbst in unzugänglichem Gelände helfen kann – notfalls auch mittels Taubergung. LRin Hagele bedankt sich: „Die Arbeit der Flugrettungscrews verlangt in erster Linie zwei Dinge: höchste Professionalität und ein enormes Verantwortungsbewusstsein. Ich bedanke mich herzlich für Ihren so wichtigen Einsatz.“

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Unfallserie in Tirol: Arbeitsunfall in Ehrwald, tödlicher Kletterunfall in Wildermieming und Felssturz in Zams
Vorheriger artikel

Unfallserie in Tirol: Arbeitsunfall in Ehrwald, tödlicher Kletterunfall in Wildermieming und Felssturz in Zams

Saar warnt vor Anerkennung eines palästinensischen Staates durch Frankreich, Belgien und Kanada
Nächster artikel

Saar warnt vor Anerkennung eines palästinensischen Staates durch Frankreich, Belgien und Kanada

Nicht verpassen