Im ersten Halbjahr 2023 haben in Österreich 209.383 Haushalte und Betriebe ihren Strom- oder Gaslieferanten gewechselt. In Kärnten betrifft dies 8.868 Kunden.
In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres suchten sich 8.868 Kärntner Haushalte und Unternehmen einen neuen Strom- oder Gaslieferanten. Dies stellt einen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr dar. Wolfgang Urbantschitsch, Vorstand des Strom- und Gasregulators E-Control, berichtet, dass 8.521 Kunden ihren Stromanbieter und 347 ihre Gasanbieter gewechselt haben. Dies entspricht Wechselraten von 2,1 Prozent für Strom und 3,0 Prozent für Gas.
Österreichweiter Anstieg
Österreichweit haben insgesamt 209.383 Kunden ihren Anbieter gewechselt, was eine signifikante Steigerung im Vergleich zu 187.779 Kunden im selben Zeitraum des Vorjahres darstellt. Urbantschitsch unterstreicht, dass ein Wechsel des Anbieters eine einfache Möglichkeit sei, um die Haushaltsausgaben zu entlasten, was angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage für viele Haushalte von Bedeutung ist. „Es zahlt sich aus, einen Blick in den Tarifkalkulator zu werfen und einen Anbietervergleich zu machen“, fügt er hinzu.
Genaue Zahlen
Die Wechselstatistik weist für Strom 175.242 Wechselvorgänge im ersten Halbjahr auf, davon stammen 132.936 von Haushalten. Der Gaslieferant wurde von 34.141 Kunden gewechselt, einschließlich 30.178 Haushalten. Die Wechselquoten lagen bei 2,8 Prozent für Strom und 2,9 Prozent für Gas. Die Wechselaffinität im Strombereich ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen, während bei Gas eine leichte Abnahme zu verzeichnen ist.
„Kein Sommer ohne Kühlung“
Der Stromverbrauch in Haushalten hat sich in den letzten Jahren erheblich verändert, insbesondere durch die gestiegene Nutzung von Klimaanlagen im Sommer. Bis zu einem Drittel der Haushalte verwenden Klimaanlagen, wodurch rund 15 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs entfällt. Angesichts der klimatischen Veränderungen wird erwartet, dass der Bedarf an Kühlung in der Zukunft weiter ansteigt und über längere Zeiträume in den Sommermonaten an Bedeutung gewinnt.
Maßnahmen gegen Energieverbrauch
„Obwohl wir aktuell noch auf den richtigen Sommer warten, wird der Stromverbrauch zur Kühlung künftig einen immer wichtigeren Bestandteil der Energierechnung darstellen. Neben einem effizienten Einsatz der Klimaanlagen können Maßnahmen wie richtiges Lüften, Beschattungssysteme und Smart Home-Lösungen dazu beitragen, den Energieverbrauch zu senken und Kosten zu sparen“, betont Alfons Haber, Vorstand der E-Control.


