Lebensmittelpreise steigen weiter: Kaffee, Zucker und Salz verteuern sich um bis zu 30 Prozent

November 4, 2025 21:12
Lebensmittelpreise steigen weiter: Kaffee, Zucker und Salz verteuern sich um bis zu 30 Prozent

Die aktuellen Daten der AK-Preiserhebung zeigen: Trotz einer Stabilisierung auf hohem Niveau steigen die Preise für Grundnahrungsmittel weiter – insbesondere bei Kaffee, Zucker und Salz.

TIROL. Seit dem Frühjahr 2022 führen die Konsumentenschützer der AK Tirol halbjährlich Online-Preiserhebungen bei Interspar, Billa und Mpreis durch. Ziel ist es, die Preisentwicklung bei Grundnahrungsmitteln transparent darzustellen und langfristige Trends sichtbar zu machen. Die aktuellen Werte stammen aus Oktober 2025 – und sie zeigen: Das Preisniveau bleibt hoch. Darüber berichtet Welt Stimme.

Obwohl sich viele Produkte nach den enormen Anstiegen der vergangenen Jahre stabilisiert haben, verzeichnen einige Artikel weiterhin deutliche Preissprünge. Besonders ausgeprägt sind diese bei Kaffee, Zucker und Salz, die im Vergleich zum Vorjahr um bis zu 30,03 Prozent teurer geworden sind.

Teure Grundnahrungsmittel belasten Tiroler Haushalte

„Die Preiserhebung verdeutlicht wieder einmal, dass die Kostenbelastung für Verbraucher:innen im Bereich der Grundnahrungsmittel nach wie vor hoch ist. Zudem fehlen Daten zur Preisentwicklung entlang der Wertschöpfungskette, sodass in Österreich nach wie vor mangelnde Preistransparenz herrscht“,

kritisiert AK-Präsident Erwin Zangerl. Auffällig ist auch, dass viele Produkte bei allen drei Anbietern mittlerweile gleich viel kosten.

Kaffee, Zucker und Salz: Spitzenreiter bei Preissteigerungen

Im Detail zeigt sich ein klares Bild:

  • Jacobs Monarch Kaffee (500g) stieg bei Interspar und Mpreis um 30,03 % auf 12,99 Euro.
  • Wiener Zucker Feinkristallzucker (1kg) verteuerte sich um 12,58 % auf einheitlich 1,79 Euro.
  • Bad Ischler Tafelsalz (500g) kostete mit 0,69 Euro um 16,95 % mehr als im Vorjahr.
  • Vollmilch (1 l) wurde um bis zu 6,06 % teurer.

Nur vier Produkte – darunter Mazola Maiskeimöl, Recheis Dralli, Ben’s Original Reis und Bonduelle Kidney Bohnen – blieben preisstabil.

AK Tirol fordert mehr Preistransparenz

Um Preissteigerungen künftig besser nachvollziehen zu können, fordert die AK Tirol eine Preistransparenzdatenbank. Diese soll offenlegen, an welcher Stelle der Wertschöpfungskette Preise ansteigen. Zudem brauche es eine unabhängige Anti-Teuerungskommission, die unrechtmäßige Preiserhöhungen aufdeckt und bekämpft.

Die Arbeiterkammer vergleicht die Preise jeweils halbjährlich zwischen Herbst 2024 und Herbst 2025. Dabei werden nur die regulären Verbraucherpreise erhoben – ohne Rabatte oder Mitgliedsvorteile. Alle Ergebnisse sind auf www.ak-tirol.com abrufbar.

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