Die Volksbank Steiermark hat in der Region Murau-Murtal ihre organisatorische Struktur grundlegend überarbeitet und setzt auf ein ausschließlich weibliches Führungsteam. Im Rahmen der Förderinitiative werden erneut 200.000 Euro in regionale Projekte investiert. Die Einreichungsfrist läuft bis 21. Dezember. Darüber berichtet Welt Stimme.
MURTAL/MURAU. Seit Anfang November hat die Volksbank Steiermark ihr bisheriges Regionsmodell angepasst. Der frühere Filialverbund aus Judenburg, Knittelfeld und Murau wurde zum neuen Regionsverbund Aichfeld-Murau umstrukturiert.
Die neue Struktur gliedert sich in drei Hauptbereiche: Privatkunden-, Firmenkunden- und Veranlagungsgeschäft. Das Leitungsteam der Region Aichfeld-Murau besteht ausschließlich aus Frauen: Sylvia Eicher leitet den Bereich Privatkunden, Astrid Birkner ist für das Veranlagungsgeschäft zuständig, und Michaela Jansenberger zeichnet für die Firmenkunden verantwortlich. Sie tragen gemeinsam die Verantwortung für 18 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den drei Filialen der Region.
Zusätzlich zu dieser Neuausrichtung wurden die Servicezeiten der Filialen angepasst:
- Judenburg: Montag bis Freitag von 8.30 bis 12.00 Uhr, zusätzlich Dienstag und Donnerstag von 14.30 bis 16.30 Uhr.
- Knittelfeld: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8.30 bis 12.00 Uhr.
- Murau: Montag, Mittwoch und Freitag von 8.30 bis 12.00 Uhr.
Förderinitiative für mehr Regionalität
Im Rahmen einer Pressekonferenz wurde neben dem neuen Regionsmodell auch die Förderinitiative der Volksbank Aichfeld-Murau beschlossen. Unter dem Leitspruch „Gutes zieht Kreise“ werden Kundeneinlagen in Form von Krediten wieder in die Region zurückfließen, was sowohl lokale Unternehmen als auch Privatpersonen unterstützen soll.
Wertschöpfung
Derzeit verwaltet die Volksbank in der Region ein Einlagevolumen von rund 250 Millionen Euro, Kredite in Höhe von etwa 210 Millionen Euro sowie Wertpapiere im Umfang von rund 90 Millionen Euro.
Die erzielten Gewinne fließen nicht nur in die Stärkung des Eigenkapitals, sondern werden auch teilweise über Dividenden an die Genossenschaften ausgeschüttet, die die Mittel wiederum in regionale Projekte investieren. „Durch diese Förderinitiative wurden im vergangenen Jahr 38 Projekte finanziell unterstützt“, so Michaela Jansenberger. Dazu gehörten unter anderem die Anschaffung von Laptops und Tablets für Volksschulen, Sportausrüstung für Turnvereine sowie ein Clownstheater mit Nachhaltigkeits-Workshops. „Für das Jahr 2025 stehen erneut 200.000 Euro für regionale Projekte zur Verfügung“, bestätigte Jansenberger.
Förderinitiative – so funktioniert die Einreichung
Für das Jahr 2025 können sich Initiatoren regionaler Projekte noch bis zum 21. Dezember bei der Volksbank melden. Nach Ablauf dieser Frist erfolgt die Abstimmung innerhalb der Genossenschaften. Die Projekte mit den meisten Stimmen werden finanziell unterstützt und entsprechend informiert.


