Experten warnen: Homeoffice als Hauptzugang für Cyberattacken in Wien

Jänner 25, 2026 06:18
Experten warnen: Homeoffice als Hauptzugang für Cyberattacken in Wien

Cyberangriffe auf Unternehmen in Wien: Jeder sechste ist erfolgreich.

WIEN. Cyberkriminalität stellt für Unternehmen in Wien ein ernstes Risiko dar. Laut der Wirtschaftskammer Wien (WKW) hat eine aktuelle Studie von KPMG ergeben, dass bereits jeder sechste Cyberangriff gegen ein Unternehmen erfolgreich ist. Die Informationen aus dieser Untersuchung verdeutlichen die Dringlichkeit, Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.

Ein häufig genutzter Einstiegspunkt für Cyberattacken ist das Homeoffice, wo Mitarbeiter über mobile Endgeräte auf Unternehmensnetzwerke zugreifen. Angreifer nutzen Schwachstellen wie unsichere private WLAN-Netzwerke, schlecht gesicherte Router sowie ungeschützte Endgeräte, um Zugang zu internen Unternehmenssystemen zu erlangen.

VPN als mögliche Lösung

Ein wichtiges Instrument zur Verbesserung der Cybersicherheit ist die Verwendung eines Virtual Private Network (VPN). Dieses verschlüsselt die Datenübertragung zwischen Endgerät und Unternehmensnetzwerk und schafft einen geschützten Tunnel gegen potenzielle Abhörversuche. Moderne VPN-Lösungen bieten zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen wie Multi-Faktor-Authentifizierung, rollenbasierte Zugangskontrollen und automatisierte Sicherheitsupdates.

„Ein gut konfiguriertes VPN mit starker Authentifizierung ist nach wie vor ein weiterer guter Baustein zu einem umfassenden Schutz, um potenzielle Angriffe auf Firmennetzwerke möglichst zu verhindern“, sagt Martin Heimhilcher, Obmann der Sparte Information und Consulting der WKW.

Fünf Tipps für mehr Schutz

Die Wirtschaftskammer gibt fünf wichtige Tipps für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die oft über keine eigene IT-Abteilung verfügen und daher vermehrt von Cyberangriffen bedroht sind. Diese Tipps beinhalten die verpflichtende Nutzung von VPN für alle externen Zugriffe, regelmäßige Updates von VPN-Gateways, Routern und Endgeräten, die Implementierung von Multi-Faktor-Authentifizierung für sensible Bereiche, Cybersecurity-Schulungen für Mitarbeiter sowie regelmäßige Sicherheitstests und Notfallübungen.

„Homeoffice gehört für viele Unternehmen bereits zum Standard, auch um für junge Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Umso wichtiger ist es, die Awareness für die Cybersicherheitsthematik auch hier zu erhöhen“, so Heimhilcher abschließend. Darüber berichtet Welt Stimme.

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