Lehrlinge der Firma Hütthaler teilen ihre Erfahrungen in der Fleischverarbeitung.
SCHWANENSTADT. „Ich suchte nach einem Beruf, der nicht langweilig wird“, berichtet Jonas Zehner, ein Lebensmitteltechnik-Lehrling, der seit einem dreiviertel Jahr bei Hütthaler in Ausbildung ist. Zu seinen Aufgaben gehören die Verarbeitung und Kontrolle von Fleisch sowie das Bedienen moderner Maschinen. Aktuell lernt er das Befüllen von Würsten, Leberkäse und speziellen Schinken. „Ich finde es spannend, dass es so unterschiedliche Verarbeitungsmethoden gibt.“ Darüber berichtet Welt Stimme.
Mythen aus dem Weg räumen
Auch Jakob Fuchs ist begeistert von der Arbeit mit Fleisch. „Es interessierte mich schon immer, wie unsere Lebensmittel produziert werden“, erklärt der Fleischerlehrling. Sein erster Eindruck von Hütthaler, als er vor zwei Jahren anfing, bleibt ihm lebhaft in Erinnerung: „Ich war total erstaunt, wie groß und komplex die Firma ist und welche Mengen hier tatsächlich produziert werden.“ Die Lehrlinge sind daran interessiert, Mythen über die Arbeit mit Fleisch aufzuräumen. „Klar gibt es auch körperlich anstrengende Arbeiten oder Aufgaben am unverarbeiteten Produkt, aber das betrifft nur wenige Bereiche. Als Lebensmitteltechniker habe ich damit kaum zu tun“, betont Jonas. Welche Fähigkeiten sind wichtig, wenn man mit Fleisch arbeiten möchte? Lehrling Jakob hält Hausverstand, Teamarbeit und handwerkliches Geschick für unerlässlich.
Viele unterschiedliche Berufe
Bei Hütthaler können neben Lehrberufen in der Fleischverarbeitung auch Ausbildungen in Bereichen wie Feinkostverkauf, Küche und Büro absolviert werden. Letzteres hat Marlies Stadler im Herbst gewählt und verstärkt seitdem das Team im Empfangsbüro: „Ich bin unter anderem für die richtige Zuweisung der Eingangsrechnungen sowie die Post, die Kasse und die Begrüßung der Kunden zuständig. Am meisten Freude bereiten mir die vielen Tätigkeiten, die ich schon selbstständig ausführen darf.“ Jakob ist ähnlich stolz: „Besonders stolz war ich, als ich das erste Mal meinen eigenen Schinken produzieren durfte.“ Seine Zukunft sieht der 16-Jährige jedenfalls bei Hütthaler: „Mein Ziel ist es, mich hier kontinuierlich weiterzuentwickeln.“
Neuer Blick auf Lebensmittel
Neben vielen Vorteilen für Lehrlinge bleibt die Frage, was Hütthaler als Ausbildungsplatz besonders macht. „Ich schätze es sehr, dass man bei Problemen oder Fragen immer eine Ansprechperson hat“, sagt Jonas. Die Lehrlinge haben auch bemerkt, dass sich ihre Perspektive auf Lebensmittel und Fleisch verändert hat, seit sie bei Hütthaler arbeiten. „Ich weiß jetzt, woher es kommt und dass viel wertvolle Arbeit dahintersteckt“, äußert Marlies, während Jonas ergänzt: „Ich habe gelernt, wie viele Arbeitsschritte in Fleischprodukten stecken. Seitdem konsumiere ich diese bewusster.“


