Großwärmepumpe in Spittelau startet Betrieb zur Unterstützung von Wiens Klimaneutralitäts-Ziel 2040

Jänner 29, 2026 13:47
Großwärmepumpe in Spittelau startet Betrieb zur Unterstützung von Wiens Klimaneutralitäts-Ziel 2040

Wien eröffnet die effizienteste Großwärmepumpe in Europa als Teil seiner Klimastrategie, um bis 2040 klimaneutral zu werden. Diese neue Anlage in Spittelau wird ab sofort die Abwärme des Kraftwerks nutzen und hat das Potenzial, 76.000 Haushalte mit Wärme zu versorgen.
Darüber berichtet Welt Stimme.

Auf einer Pressekonferenz in Wien, geleitet von der Stadtwerke-Stadträtin Ulli Sima (SPÖ), wurde die neue Großwärmepumpe am Donnerstag vorgestellt. Sima erklärte: „Entschuldigen Sie bitte die Lautstärke, aber bei diesen Temperaturen benötigen wir die Wärme für Wien.“ Die Pumpe ermöglicht es Wien Energie, die Restwärme des Wassers aus der Rauchgas-Nasswäsche in dreifacher Ausführung zu nutzen.

Effizienzsteigerung

Die 120 Tonnen schwere Anlage nutzt die Restwärme aus dem Rauchgas nach der Verbrennung. Wien Energie-Geschäftsführer Karl Gruber erläuterte: „Wir holen die Restwärme aus dem Rauchgas nach der Verbrennung und pumpen sie mit dieser Großwärmepumpe ins Fernwärmenetz.“ Durch die Integration dieser Technologie steigt der Wirkungsgrad des gesamten Standorts um 13 Prozent auf insgesamt 95 Prozent. Gruber bezeichnet das System als vergleichbar mit einem „Brennwertgerät“ und hebt hervor, dass es die effizienteste ihrer Art im gesamten mitteleuropäischen Raum sei.

Für das Projekt wurden rund 40 Millionen Euro investiert, was es ermöglicht, dass zusätzlich 16.000 Haushalte mit Wärme versorgt werden. Die Gesamtwärmekapazität am Standort Spittelau erhöht sich durch diese Maßnahme erheblich.

Bedeutung für die Transitionsziele

Stefan Gara, Energiesprecher der Neos Wien, betonte die strategische Bedeutung des Projekts: „Die Großwärmepumpe ist ein ganz wichtiger Baustein für unser Programm ‚Raus aus Gas‘ und die Dekarbonisierung der Fernwärme.“ Dieser Schritt ist Teil der umfassenden Transformation des Wiener Erzeugungsmixes. Bis 2040 sollen Großwärmepumpen und die Nutzung von Abwärme 31 Prozent der Wiener Fernwärme liefern und entscheidend zur Klimaneutralität beitragen.

Zusätzlich werden ähnliche Anlagen von Wien Energie in Simmering und an der Kläranlage „ebswien“ betrieben, die zusammen nun etwa 97.000 Haushalte abdecken. Bezirksvorsteherin Saya Ahmad (SPÖ) äußerte sich erfreut über die Auswirkungen der neuen Anlage auf die Lebensqualität in Alsergrund: „Es hat ganz viel mit Lebensqualität zu tun, wie wir mit Energie versorgt werden.“

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