Arbeitsmarktdaten im Jänner: Anstieg der Arbeitslosigkeit in Wien um fünf Prozent

Feber 2, 2026 23:37
Arbeitsmarktdaten im Jänner: Anstieg der Arbeitslosigkeit in Wien um fünf Prozent

Im Januar 2026 stieg die Zahl der beim AMS arbeitslos vorgemerkten Personen erneut und erreicht 139.709, was einem Anstieg von fünf Prozent im Jahresvergleich entspricht. Die aktuellen Arbeitsmarktdaten aus Wien zeigen somit keine Entspannung für Arbeitssuchende. Darüber berichtet Welt Stimme.

Obwohl die Zahl der Menschen in Schulungen um 11,7 Prozent auf 33.837 zurückging, ergibt sich aus der Summe beider Gruppen ein Anstieg von 1,3 Prozent im Vergleich zum Januar 2025. Insgesamt wurden 173.546 Personen erfasst; verglichen mit den 172.403 im Dezember 2025 ist dies ebenfalls ein Anstieg.

Keine Entspannung bei Älteren

Die Altersstatistik zeigt signifikante Unterschiede. Während die Zahl der jungen Menschen bis 25 Jahre um 0,9 Prozent gesenkt werden konnte, verzeichnet die Gruppe der über 50-Jährigen einen Anstieg von 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Aussagen von AMS-Wien-Vizechefin Katharina Luger verdeutlichen die Problematik: „Wenn der Wirtschaftsmotor nach einer längeren Rezession wieder anspringt, profitieren zuerst die Jungen, während es die über 50-Jährigen, die in der Durststrecke den Job verloren haben, schwerer haben.“ Das AMS Wien plant, verstärkt Maßnahmen zur Unterstützung dieser Altersgruppe zu ergreifen.

Zusätzlich zur bestehenden „Joboffensive 50+“ übernimmt das AMS Wien auch einen Großteil der Lohn- und Lohnnebenkosten für neueinstellungen von Personen über 55 Jahren, sofern dies zur Beendigung einer längeren Arbeitslosigkeit führt.

Die Förderungen sind gestaffelt: „So tragen wir etwa für eine 58-jährige Frau, die drei Monate arbeitslos war, neun Monate lang knapp zwei Drittel des Gehalts bei einer Neueinstellung – damit hat sie einen enormen Startvorteil gegenüber Jüngeren, die es leichter haben“, erklärt Luger.

13.215 neu gemeldete offene Stellen

Im Kompetenzzentrum des AMS Wien werden Menschen über 55 Jahre bis zu zwölf Monate lang begleitet und beim Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt unterstützt. „Menschen über 50 waren oft jahrzehntelang beschäftigt, sie sind wertvoll, weil sie Erfahrung, Wissen und Loyalität mitbringen“, ergänzt Luger.

Die Arbeitsmarktintegration dieser Gruppe spielt im demografischen Wandel eine entscheidende Rolle für das Pensionssystem und den zukünftigen Arbeitskräftebedarf. Darüber hinaus zeigen aktuelle Zahlen, dass die Arbeitslosigkeit in wichtigen Branchen wie dem Einzelhandel um neun Prozent, in der Warenproduktion um 6,2 Prozent, in der Hotellerie und Gastronomie um 3,2 Prozent sowie im Bau um 5,8 Prozent zugenommen hat. Im Januar wurden beim AMS Wien 13.215 neu gemeldete offene Stellen verzeichnet.

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