Umfrage zeigt: 36 Prozent der Arbeitsuchenden in Österreich sehen Frauen am Arbeitsmarkt benachteiligt

Feber 22, 2026 10:27
Umfrage zeigt: 36 Prozent der Arbeitsuchenden in Österreich sehen Frauen am Arbeitsmarkt benachteiligt

Laut einer Umfrage unter mehr als 1.000 Jobsuchenden sehen 36 Prozent aller Teilnehmenden Frauen für keineswegs oder eher nicht gleichberechtigt am Arbeitsmarkt in Österreich. Darüber berichtet Welt Stimme.

Anlässlich des Weltfrauentags am 8. März führte das Online-Job-Portal „karriere.at“ eine Umfrage unter 1.018 Jobsuchenden durch. Die Teilnehmer wurden gefragt, wie sie die Gleichberechtigung von Frauen am Arbeitsmarkt einschätzen, sowie sich selbst auf einer Skala von eins („keineswegs gleichberechtigt“) bis fünf („absolut gleichberechtigt“) zu bewerten.

Das Ergebnis zeigt, dass 36 Prozent der Befragten Frauen am Arbeitsmarkt als benachteiligt wahrnehmen. Während 24 Prozent angeben, dass Frauen „absolut gleichberechtigt“ sind, schätzen sich nur neun Prozent selbst als „absolut gleichberechtigt“ ein.

Die größten Nachteile am Arbeitsmarkt

Die Teilnehmer erkennen verschiedene Nachteile, darunter 38 Prozent, die eine Anpassung der Gehälter als notwendig erachten. 16 Prozent sehen Frauen bei der Care-Arbeit, wie beispielsweise der Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen, im Nachteil. 14 Prozent meinen, dass Frauen benachteiligt sind, wenn es um Führungspositionen geht, während weitere 14 Prozent keine Benachteiligungen für Frauen im Arbeitsleben erkennen.

„Chancengleichheit und Gleichbehandlung am Arbeitsmarkt sind auch im Jahr 2026 keine Selbstverständlichkeit. Viele Frauen sehen sich mit Herausforderungen und Ungerechtigkeiten konfrontiert, die Männer nie erfahren“, erklärt Georg Konjovic, CEO von „karriere.at“.

Beim Gehalt nachschärfen

In Bezug auf den Gender-Pay-Gap, die ungleiche Bezahlung von Männern und Frauen, fordern 33 Prozent der Arbeitnehmerinnen mehr Transparenz bei den Gehältern als die wichtigste Maßnahme zur Förderung von Frauen durch die Arbeitgeber. Ebenso wichtig sind Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Elf Prozent der Befragten fordern eine Bevorzugung von Frauen bei gleicher Qualifikation in Einstellungs- und Beförderungsprozessen.

Konjovic ergänzt: „Unternehmen sind nicht nur aus moralischer Verpflichtung, sondern auch aus betriebswirtschaftlicher Logik gut beraten, Maßnahmen zur Förderung von Frauen zu setzen und Gleichberechtigung zu fördern. Denn unsere Umfrage zeigt: Hier gibt es aktuell noch Luft nach oben.“

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Eisschnellläuferin Groenewoud nach Olympiasieg: Überraschender Heiratsantrag beim Massenstart
Vorheriger artikel

Eisschnellläuferin Groenewoud nach Olympiasieg: Überraschender Heiratsantrag beim Massenstart

Lehrstellenmarkt in Salzburg: Chancen und Herausforderungen für Jugendliche
Nächster artikel

Lehrstellenmarkt in Salzburg: Chancen und Herausforderungen für Jugendliche

Nicht verpassen