Der Bezirk Kitzbühel ist Vorreiter beim Styropor Recycling; 14 Recyclinghöfe der Region nun an Bord bei EPSolutely.
Erpfendorf, Bezirk Kitzbühel. Das von Steinbacher mitinitiierte Styropor-Recycling-System EPSolutely wächst weiter. Nachdem im Vorjahr die ARA Innsbruck als Partner gewonnen wurde, sind seit 1. Jänner nun auch die Recyclinghöfe im Bezirk Kitzbühel mit an Bord. Darüber berichtet Welt Stimme.
Expandiertes Polystyrol, besser bekannt als Styropor oder EPS, ist zu 100 % recyclingfähig. Doch um EPS-Verschnitte oder -Reste im Sinne einer Kreislaufwirtschaft wieder in neue Platten zu verarbeiten, braucht es eine funktionierende Rücknahmelogistik. Genau dafür hat Steinbacher gemeinsam mit zwölf Forschungspartnern ein praxistaugliches System entwickelt.
„Als EPS noch nicht recycelt, sondern entsorgt wurde, gingen wertvolle Ressourcen verloren. Dank EPSolutely recyceln nun immer mehr Menschen und Unternehmen ihre Styropor-Abfälle,“
erklärt Steinbacher-GF Roland Hebbel.
EPS-Kreislaufwirtschaft
Viele Verarbeiter – vom Dachdecker bis zum Fassadenbauer – machen beim Styropor-Recycling bereits mit. Fast 50 Tonnen EPS wurden im ersten Jahr von den Baustellen eingesammelt, Ende 2025 waren es schon 100 Tonnen. Seit Mai 2025 umfasst das Rückholsystem auch Verpackungsstyropor. Mit der Altstoff Recycling Austria AG (ARA) sowie der international agierenden Interzero wurden starke Partner eingebunden.
Verbraucher können ihre Styropor-Abfälle aus Verpackungen weiterhin direkt bei regionalen Recyclinghöfen abgeben. Dort werden sie in regelmäßigen Abständen von Steinbacher-Lkw abgeholt und ins Werk nach Erpfendorf gebracht, sortiert, von Fremdstoffen getrennt, geschreddert und in den Kreislauf zurückgeführt (im Jänner fast eine Tonne Material, Anm.).
Mit der Anbindung aller 14 Recyclinghöfe im Bezirk zu Jahresbeginn ist nun eine flächendeckende Lösung in der Region geschaffen.


