Das Kärntner Straßenbauprogramm 2026 umfasst bedeutende Infrastrukturmaßnahmen für den Bezirk Hermagor, wofür rund zwei Millionen Euro investiert werden. Darüber berichtet Welt Stimme.
HERMAGOR. In diesem Jahr fließen rund zwei Millionen Euro in das Landesstraßennetz des Bezirks Hermagor. Insgesamt werden etwa 15 Bau- und Planungsprojekte realisiert. Straßenbaureferent LHStv. Martin Gruber betonte die wesentliche Rolle einer funktionierenden Infrastruktur für ländliche Gebiete. Das Land Kärnten habe bewusst Wert auf ein ausgewogenes Bauprogramm gelegt, um sowohl in den Zentralräumen als auch in den ländlichen Regionen zu investieren. Eine verlässliche Straßeninfrastruktur sei entscheidend für die Lebensqualität und wirtschaftliche Entwicklung. Gruber erklärte: „Unsere Straßen und Wege sind die Lebensadern unserer Regionen. Sie sorgen für mehr Lebensqualität und sind ein Standortfaktor, wenn es um die Chancengleichheit zwischen Städten und dem ländlichen Raum geht.“
Sanierung der B111
Ein zentrales Projekt ist die Instandsetzung der B111 Gailtal Straße in den Bereichen Hermagor Mitte und Hermagor West, wofür etwa 600.000 Euro investiert werden. Im Mai und Juni ist die Erneuerung des Asphalts vorgesehen, zudem werden Gehsteige saniert und ein beschädigter Pflasterstreifen zwischen Obervellach und Hermagor instandgesetzt. In den letzten Jahren wurden bereits bedeutende Summen in diese wichtige Verkehrsverbindung investiert. Gruber berichtete, dass seit Beginn der Modernisierung etwa 14 Millionen Euro in die B111 geflossen sind. Diese Straße bildet eine zentrale Verkehrsader im Bezirk.
Arbeiten auf der Windischen Höhe
Auch auf der L33 Kreuzner Straße im Bereich der Windischen Höhe sind Bauarbeiten geplant. Hier werden rund 600.000 Euro investiert. Auf über 1,5 Kilometern wird der Straßenkörper bearbeitet, verdichtet und anschließend neu asphaltiert. Die Arbeiten sollen Mitte April starten und bis Mitte Juni abgeschlossen sein, um die Fahrbahn nachhaltig zu verbessern und die Verkehrssicherheit auf dieser wichtigen Verbindung zu erhöhen.
Verbesserungen in Würmlach
Ein weiteres Projekt betrifft die L21 Würmlacher Straße im Abschnitt Würmlach Ost, wo das Land rund 550.000 Euro investiert. Auf einem etwa 600 Meter langen Teilstück werden Fahrbahnunebenheiten behoben und die Straßenentwässerung optimiert. Die Bauarbeiten starten im April und sollen bis Ende Juli abgeschlossen sein, wodurch ein weiterer Abschnitt des Landesstraßennetzes modernisiert wird.
Auch Güterwege im Fokus
Neben den Landesstraßen wird auch die Erschließung des ländlichen Raums berücksichtigt. Im Rahmen des ländlichen Wegenetzes beginnen in diesem Jahr mehrere Projekte. In der Gemeinde Kötschach Mauthen startet die Generalsanierung des Güterwegs nach Sittmoos, während im Lesachtal der 2,3 Kilometer lange Güterweg in Raut weitergebaut wird. Dieser Weg erschließt sieben Höfe sowie land- und forstwirtschaftliche Flächen. In beide Projekte werden jeweils etwa 1,3 Millionen Euro investiert, wobei das Agrarreferat des Landes 65 Prozent der Kosten übernimmt.
Millioneninvestitionen seit 2018
Der Ausbau der Infrastruktur wird bereits seit Jahren fortgeführt. Seit Beginn der Straßenbauoffensive im Jahr 2018 wurden laut Gruber rund 26 Millionen Euro in das Landesstraßennetz im Bezirk Hermagor investiert. Hinzu kommen etwa sieben Millionen Euro für das ländliche Wegenetz. Gruber betonte, dass Straßen die Lebensadern der Regionen darstellen und ein wichtiger Standortfaktor für Wirtschaft und Tourismus in ländlichen Gebieten sind.
Straßen als Rückgrat der Region
Der stellvertretende Leiter der Abteilung 9 des Landes Kärnten, Siegfried Pirker, hob die Bedeutung der B111 hervor. „Als zentrale Verkehrsverbindung im Bezirk arbeiten wir beständig an der Instandhaltung und Modernisierung der B111. Sie ist das zentrale Rückgrat der regionalen Wirtschaft, ebenso wichtig für den Tourismus und für tausende Pendler die wichtigste Straße für ihren täglichen Weg zur Arbeit oder zur Ausbildung“, so Pirker. Christian Zechner, Leiter des Straßenbauamts Villach, gab Einblick in die Arbeit seiner Fachkräfte. Neben Bauprojekten spielt auch die laufende Betreuung des Straßennetzes eine entscheidende Rolle. „Die Arbeit reicht vom Winterdienst über Mäharbeiten im Sommer bis hin zur stetigen Straßenpflege. Damit wird sichergestellt, dass unsere Landesstraßen das ganze Jahr über sicher befahrbar sind“, erläuterte Zechner.


