Österreichs Banken erzielen Rekordgewinne
Österreichs Banken haben im Jahr 2025 einen historisch hohen Gewinn von 10,6 Milliarden Euro erzielt, so die Finanzmarktaufsicht (FMA) am Dienstag.
Laut Vorstandsmitglied Mariana Kühnel profitieren die Geldinstitute vom aktuellen Zinsumfeld sowie von florierenden Geschäften in Osteuropa. Trotz der positiven Entwicklung geraten jedoch die notleidenden Kredite im Bereich der Gewerbeimmobilien ins Blickfeld, wo die Quote auf etwa 8,3 Prozent gestiegen ist. Die FMA fordert die Banken auf, notleidende Kredite abzubauen.
Im Versicherungssektor verzeichneten die Unternehmen ebenfalls ein starkes Jahr, begünstigt durch das Fehlen größerer Naturkatastrophen. Das Volumen der berechneten Prämien beläuft sich 2025 auf 24,3 Milliarden Euro. Gleichzeitig erwartet die FMA, dass der Klimawandel eine zentrale Herausforderung für die Branche bleibt.
Die FMA zog auch ein erstes Fazit zur EU-Verordnung MiCAR, die Krypto-Dienstleister reguliert. Im Jahr 2025 war die Behörde erstmals für die Aufsicht der Krypto-Branche zuständig und hat derzeit neun lizensierte Anbieter in Österreich, darunter zwei der größten europäischen Anbieter.
Einordnung
Die FMA empfiehlt, dass Banken ihre Kapitalausstattung weiter stärken und in die Cybersicherheit investieren. Die aktuellen Entwicklungen zeigen, dass trotz positiver Geschäftszahlen auch Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Problemkredite und der digitalen Sicherheit, bestehen bleiben.


