Gegenseitige Angriffe zwischen Ukraine und Russland
In der Nacht zum Mittwoch haben die Ukraine und Russland gegenseitig Hafenstädte angegriffen. Bei einem Drohnenangriff auf die russische Hafenstadt Noworossijsk wurde ein Kind getötet, zwei weitere Personen wurden verletzt, teilte der Bürgermeister Andrej Krawtschenko auf Telegram mit.
Der Angriff beschädigte vier Unternehmen sowie mehr als zwei Dutzend Wohngebäude. Das russische Verteidigungsministerium berichtete, ein Treibstofflager, das der ukrainischen Armee diente, sei getroffen worden. Die Informationen über die Kampfhandlungen sind unabhängig nicht überprüfbar. Gouverneur Weniamin Kondratjew aus der südrussischen Region Krasnodar bestätigte zudem, dass bei den Angriffen in der Region eine weitere Person getötet und mehrere verletzt wurden.
Ukrainischer Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass ukrainische Drohnen, Marschflugkörper und Seedrohnen Noworossijsk angegriffen hätten. „Bestätigte Einschläge in Stellungen der Flugabwehr, Anlegestellen und Infrastruktur des Seehafens“, gab er auf Telegram an. Der Stützpunkt der russischen Schwarzmeerflotte liegt mehr als 300 Kilometer von der Frontlinie entfernt.
Insidern zufolge kam der Betrieb des Getreideterminals in Noworossijsk infolge der ukrainischen Angriffe zum Erliegen. Die Demetra Holding, Eigentümerin des Terminals, bestätigte Schäden, gab jedoch keine Details bekannt. Ein Sprecher der Demetra wies weitere Kommentare zurück.
Berichten zufolge stellte die Ukraine auf Bitte der USA ihre Angriffe auf Öltanker ein, die den Schwarzmeerhafen Noworossijsk nutzen. Die US-Regierung hatte Bedenken, dass solche Aktionen die Ölmärkte destabilisieren und US-Firmen schädigen könnten.
Die russischen Streitkräfte erklärten, in der Nacht 502 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört zu haben. Details darüber, wie viele der gegnerischen Drohnen entdeckt oder ihr Ziel erreicht haben, wurden nicht veröffentlicht.
Einordnung
Die wiederholten Angriffe zwischen Ukraine und Russland verdeutlichen die anhaltende Intensität des Konflikts, insbesondere im Hinblick auf strategische Hafenstädte. Dies könnte zu einer weiteren Eskalation der Auseinandersetzungen führen und bestehende Spannungen auf den internationalen Märkten verstärken.


