Personalmangel bei Polizeischulen in Wien
Das Innenministerium hat am Montag die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Besetzung von Polizeischulen in Wien bekannt gegeben. Trotz 900 Bewerbungen bleiben die 200 Plätze für den Aufnahmetermin im September oft unbesetzt, da nicht genügend qualifizierte Bewerber zur Verfügung stehen.
Bundespolizeidirektor Michael Takàcs sieht für eine Verbesserung „konstruktives Handeln“ als notwendig an. „Weder Unterschriftenlisten, noch Pappmodelle werden mehr Polizisten für Wien bringen“, so Takàcs. Er appellierte an die Bevölkerung, geeignete Personen für den Polizeidienst zu motivieren.
Ab September sollen sechs Bundesländer insgesamt 48 Beamtinnen und Beamte für drei Monate nach Wien entsenden, um gegen Jugendkriminalität vorzugehen. Dies beinhaltet auch eine verstärkte Präsenz in Parks in Favoriten.
Die eingesetzten Kräfte werden in einem Hotel untergebracht. Seit Anfang August unterstützen bereits Beamtinnen und Beamte aus anderen Bundesländern die Wiener Polizei im Rahmen der Einsatzgruppe gegen Jugendkriminalität.
Einordnung
Die Personalengpässe bei den Polizeischulen in Wien spiegeln ein größeres Problem im österreichischen Sicherheitssystem wider. Die unzureichende Anzahl an qualifizierten Bewerbern könnte die öffentliche Sicherheit beeinträchtigen und die Belastung der bestehenden Kräfte erhöhen.


