Neues Konzept im Kauf.Haus Göstling
GÖSTLING. Gestern Nachmittag wurde „Die Speisekammer“ im Kauf.Haus Göstling („Glückshaus“) feierlich eröffnet. Das innovative Konzept verbindet moderne Automatentechnologie mit hochwertigen, regionalen und nachhaltigen Speisen.
Im Zentrum steht ein BICOM-Mida-Automat, der die Speisen schonend und präzise erwärmt. Angeboten werden verzehrfertige Gerichte der Qualitätsmanufaktur HOFMANNs, die auf hochwertige, regional bezogene Zutaten setzt. Das Sortiment wird durch ausgewählte Getränke und Snacks ergänzt. Die hell und stilvoll gestalteten Räumlichkeiten laden nicht nur zum Essen ein, sondern auch zum Verweilen und Treffen.
Eine Antwort auf das Wirtesterben
Die Idee zur Speisekammer entstand vor etwa zwei Jahren. Projektleiterin Genya Fahrnberger wollte nach der Familiengründung mit drei Kindern wieder aktiv werden. Zugleich suchte die Familie nach einer Möglichkeit, das lokale gastronomische Angebot in Göstling zu stärken.
Durch das zunehmende Wirtesterben fehlen häufig warme Mahlzeiten für Einheimische und Gäste. Die Speisekammer bietet ein personalarmes und skalierbares Modell, das eine hochwertige Verpflegung rund um die Uhr sichert.
Künstler verleiht Automat besondere Note
Das Design des Hauptautomaten verbindet Tradition und Moderne. Der internationale Künstler Josef Bramer, geboren 1948 in Wien, gestaltete das auffällige Livery. Bramer, Absolvent der Meisterklasse von Rudolf Hausner, gilt als Erbe einer Maltradition, die sich an großen Meistern orientiert.
Sein Werk zeigt den bunt gekleideten Kaspar, der nachdenklich in den Wald blickt und damit symbolisch für das Konzept der Speisekammer steht: Eine Verbindung von moderner Technologie mit Natur und regionaler Qualität. Bei der Eröffnung signierte Bramer den Automaten persönlich.
Treffpunkt für Generationen
Die Eröffnungsfeier war familiär und lebhaft. Unter den Gästen waren Genya und Boris Fahrnberger mit ihren Kindern sowie Bürgermeister Friedrich Fahrnberger und weitere Vertreter aus Wirtschaft und Kultur.
Bei Canapés und Getränken kamen die Gäste aller Altersgruppen ins Gespräch. „Die Speisekammer“ versteht sich als Modell für ländliche und urbane Regionen, die vor Herausforderungen im Bereich Nahversorgung stehen.
Mit der Eröffnung entsteht in Göstling ein besonderer Ort, an dem sich Hightech, Handwerk, Regionalität und Kunst vereinen und eine neue Form der Nahversorgung angeboten wird.
Einordnung
Die Speisekammer adressiert die wachsenden gastronomischen Herausforderungen in Göstling. Sie stellt eine innovative Lösung für regionale Versorgungsengpässe dar und könnte als Vorbild für ähnliche Konzepte in anderen Regionen dienen.


