Schließungen und Zusammenlegungen von Schulen in Österreich für das Schuljahr 2026/27
Im kommenden Schuljahr 2026/27 werden in Österreich mehrere kleine Schulstandorte geschlossen oder zusammengelegt. In Oberösterreich und der Steiermark sind jeweils drei Einrichtungen betroffen, während in Salzburg zunächst ein Standort stillgelegt wird.
In der Steiermark betrifft die Schließungen die Mittelschule Weiz I sowie die Volksschulen Modriach und Bärnbach-Afling. Die jeweiligen Gemeinden haben dafür Anträge gestellt. In Oberösterreich sind die betroffenen Standorte im Innviertel, die zuletzt von insgesamt 124 Schülern besucht wurden, nicht namentlich benannt worden. In Salzburg wird die Polytechnische Schule in Neumarkt für das nächste Schuljahr stillgelegt, könnte jedoch im darauffolgenden Jahr wieder eröffnet werden.
Die Kriterien zur Einordnung von kleineren Schulen variieren je nach Bundesland. Einige Bundesländer orientieren sich an der Anzahl der Klassen, während andere eine maximale Schülerzahl festlegen. Eine genaue Definition für Klein- oder Kleinstschulen existiert nicht. Laut Statistik Austria gab es im Schuljahr 2024/25 in Österreich 45 Schulstandorte mit bis zu zehn Schülern, 308 Schulen mit elf bis 25 Schülern und 769 Schulen mit 26 bis 50 Schülern.
Um Schließungen zu vermeiden, hat die Zahl der Schulcluster in einigen Bundesländern zugenommen. Diese Einrichtungen ermöglichen eine bessere Nutzung von Ressourcen. Lehrer können bei Bedarf an verschiedenen Schulen innerhalb des Clusters unterrichten, während Clusterleitungen die Verwaltung übernehmen. In der Steiermark entstehen zwei neue Pflichtschulcluster, wodurch die Gesamtzahl auf 26 erhöht wird.
Einordnung
Die Schließungen und Zusammenlegungen kleiner Schulstandorte haben direkte Auswirkungen auf die Bildungslandschaft in Österreich. Durch die Reduzierung der Schullandschaft könnten regionale Bildungsangebote eingeschränkt werden, während die Bildungspolitik anstrebt, Ressourcen effizienter zu nutzen. Die Entwicklung hin zu Schulclustern soll die Qualität der Bildung an kleineren Standorten langfristig sichern.


