Dürre belasten Bauern im Bezirk Gmünd massiv in Niederösterreich

August 25, 2026 10:33
Dürre belasten Bauern im Bezirk Gmünd massiv in Niederösterreich

Nachhaltige Unterstützung für Bauern in der Dürrekrise

Nach der größten Dürrekatastrophe der Geschichte stehen viele Bauern in Österreich kurz vor dem Ruin. Die intensive Trockenheit hat zahlreiche landwirtschaftliche Betriebe stark beeinträchtigt, was die lokale Lebensmittelproduktion in Gefahr bringt.

Die Felder sind verdorrt und erbringen kaum Erträge. In vielen Regionen sind die Wiesen braun, das Futter für das Vieh fehlt und es muss bereits geschlachtet werden. Dies hat zu einem drastischen Rückgang des Fleischpreises geführt. Die Bundesregierung konnte nach langwierigen Verhandlungen ein umstrittenes Hilfspaket beschließen, jedoch ist die Unterstützung der Verbraucher für die Bauern nun von entscheidender Bedeutung. Jeder Einkauf regionaler Produkte trägt zur Linderung der Krise bei.

Regionale Produkte fördern

Die Plattform MeinBezirk fordert die Bürger in Niederösterreich auf, Qualitätsprodukte von lokalen Bauern zu kaufen, um die Familienbetriebe zu unterstützen und die Selbstversorgung mit Lebensmitteln zu sichern. Martin Spitaler, Kammersekretär der Bezirksbauernkammer Gmünd, betont, dass in dieser Größenordnung eine Dürre im Bezirk noch nie verzeichnet wurde und die gestiegenen Betriebskosten die Situation der Landwirte weiter verschärfen.

Verlust an Ernte und Futterreserven

Landwirte wie Stefan Semper vom Biohof Semper in Reinprechts berichten von drastischen Einbußen. „Beim Getreide haben wir zwischen 20 und 30 Prozent Ernteausfälle. Besonders schlimm ist die Situation beim Futter für die Kühe, wo die Ernte um 50 Prozent zurückgegangen ist“, erklärt er. Die Trockenheit hat viele Pflanzenbestände stark geschädigt, und die Speisekartoffeln leiden unter Drahtwurm und Kleinwuchs.

Gottfried Hammerschmidt vom Biohof Hammerschmidt in Hörmanns bei Litschau sieht die Futterversorgung seiner Kühe ebenfalls in Gefahr. „Seit Ende Juni ist praktisch nichts mehr gewachsen, und wir müssen bereits an unsere Wintervorräte gehen“, sagt er besorgt. Hohe Preise für zugekauftes Futter sind eine zusätzliche Belastung für die Landwirte.

Lokale Verkaufsstellen und Märkte

Amaliendorf: Bio-Imkerei Christian Boigenzahn

Bad Großpertholz: Bio-Baumschule Artner, Pertholzer Hofladen

Brand-Nagelberg: Wald4tler Natur Gut

Gmünd: Gmünder Wochenmarkt, jeden Samstag von 9 bis 12 Uhr am Stadtplatz, Waldviertler Eck

Großdietmanns: Biovielfalt Familie Schölm, Biohof Schmid, Großingerhof Biohof

Großschönau: Biohof Haslinger

Heidenreichstein: Biohof Arnhof, Kräuterfarm Bauer, Bettina’s Honig, Doris‘ Marktplatzl

Kirchberg/Walde: Biohof Weißensteiner, Biohof Fuger

Litschau: Biohof Hammerschmidt, Litschauer Bauernhofladen

Schrems: Biohof Pichler Herrenteich, Die Stadtgreißlerei

Unserfrau-Altweitra: Biohof Fritz

Waldenstein: Urkorn Biohof, Biohof Waltenberger, Biohof Prinz

Weitra: Biohof Semper, Zimmermanns Teigwaren

Einordnung

Die aktuelle Dürre führt zu erheblichen Ernteausfällen und gefährdet die Futterversorgung in der Landwirtschaft. Das hat direkte Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise und die Selbstversorgung des Landes. Eine gezielte Unterstützung regionaler Produkte ist entscheidend, um die heimischen Betriebe zu sichern und eine nachhaltige Lebensmittelproduktion aufrechtzuerhalten.

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