Dürrekatastrophe im Bezirk Horn: Unterstützung für die lokale Landwirtschaft notwendig
BEZIRK HORN. Die landwirtschaftlichen Betriebe im Bezirk Horn stehen durch die größte Dürre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen vor enormen Herausforderungen. Die Felder sind überwiegend vertrocknet, die Erträge sind minimal und das Futter für das Vieh ist unzureichend, was zu Schlachtungen führt und den Fleischpreis drückt.
Die Bundesregierung hat nach Wochen intensiver Verhandlungen ein umstrittenes Hilfspaket verabschiedet, um betroffenen Betrieben Unterstützung zu bieten. Insbesondere die Selbstversorgung des Landes mit Lebensmitteln ist gefährdet. Die lokale Landwirtschaft ruft die Bevölkerung auf, regionale Produkte in Hofläden zu kaufen, um die Bauern zu unterstützen. Jeder Kauf von Kartoffeln, Milch, Wurst oder Obst hilft, die akute Notlage zu mildern.
Bezirksbauernkammer-Obmann Herbert Hofer betont, dass der Katastrophenfonds zwar finanziell gut ausgestattet sei, jedoch die politischen Rahmenbedingungen kritisch betrachtet werden müssen. Er appelliert an die Gesellschaft, jetzt aktiv zu werden. Ölkürbisbauer Christoph Mader spricht von Ernteausfällen von 30 bis 80 Prozent und warnt vor weiteren Totalausfällen bei Ölfrüchten.
Melissa Bischinger von der „Bischinger Agrar KG“ in Pingendorf fordert Planungssicherheit und faire Preise für die Produzenten. Bundesrat Klemens Kofler bezeichnet die Situation als „historische Dürrewelle“ und drängt auf schnelle Hilfen für die betroffenen Landwirte. Auch Landtagsabgeordneter Franz Linsbauer hebt die prekäre Lage der heimischen Landwirtschaft hervor und fordert unverzügliche Unterstützung.
Einordnung
Die Dürrekatastrophe hat weitreichende Auswirkungen auf die landwirtschaftliche Produktion und die Selbstversorgung in Österreich. Die anhaltenden Ernteausfälle gefährden die Versorgungssicherheit und die wirtschaftliche Existenz vieler Betriebe, was unmittelbare Maßnahmen erforderlich macht.


