ÖBB erhält neue Konzernstruktur
Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) unterziehen sich einer umfassenden Umstrukturierung. Ein entsprechendes Gesetz wird derzeit von der Regierungskoalition aus ÖVP, SPÖ und NEOS beraten, um die Steuerbarkeit der Bahn zu verbessern.
Unternehmenschef Andreas Matthä erklärte in Alpbach, dass die Töchtern künftig als Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH) fungieren sollen, statt wie bisher als Aktiengesellschaften (AG), die keiner Weisungspflicht unterliegen. Ziel sei es, Verantwortlichkeiten klarer zuzuordnen.
Matthä betonte zudem, dass eine Nachfolge bis Sommer 2027 zu finden sei, die dann unter den neuen Voraussetzungen tätig werden soll. Verkehrsminister Peter Hanke forderte höhere Qualität und modernste Züge. Die Reform wurde im Februar 2023 initiiert, um ein Konzept bis 2040 zu entwickeln.
Die bestehende Unternehmensstruktur der ÖBB, die seit 2003 im Bundesbahngesetz geregelt ist, wird als unflexibel angesehen. Hanke erklärte, dass die geplanten Änderungen effizientere und kostengünstigere Strukturen schaffen sollen. Optimierungsmöglichkeiten sieht er insbesondere in der Vermeidung von Doppelgleisigkeiten in der Produktion sowie in den Absatzgesellschaften für Personen- und Güterverkehr.
Einordnung
Die Reform der ÖBB hat weitreichende Konsequenzen für die Unternehmensorganisation und die Kundenservice-Qualität. Durch die neue GmbH-Struktur wird eine höhere Flexibilität ermöglicht, die notwendig ist, um auf aktuelle Herausforderungen und Wettbewerb zu reagieren.


