Kennedy Center in Washington wird vorübergehend geschlossen
Das Kennedy Center in Washington, D.C., die größte öffentliche Kultureinrichtung der USA, wird ab sofort geschlossen. Dies verkündete US-Präsident Donald Trump aufgrund von Sicherheitsbedenken und notwendigen Renovierungsarbeiten.
Die Renovierungsarbeiten dürfen jedoch erst beginnen, wenn ein Berufungsgericht über die umstrittene Umbenennung der Einrichtung entschieden hat. Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social darauf hingewiesen, dass der Name des früheren US-Präsidenten John F. Kennedy (1917-1963) im Mittelpunkt steht.
Ein Gericht hatte zuvor entschieden, dass die Einbeziehung von Trumps Namen in den Titel der Einrichtung unzulässig sei und den geplanten zwei Jahre dauernden Schließung nicht genehmigt. Der Richter stellte fest, dass nur der US-Kongress berechtigt sei, den Namen des Kennedy Centers zu ändern, was zu einem Berufungsverfahren führte.
Das mit Trump-Vertrauten besetzte Gremium hat dennoch angedeutet, eine andere Form der Würdigung an der Fassade anzubringen, die jedoch ebenfalls rechtlichen Herausforderungen gegenübersteht. In einer Sitzung beschloss das Gremium schließlich die Schließung.
Einordnung
Die Schließung des Kennedy Centers könnte große Auswirkungen auf die Kulturorte in Washington haben. Das Haus ist bekannt für sein vielfältiges Programm aus Theater, Tanz und Musik. Auch der Streit um die Umbenennung verdeutlicht die politischen Spannungen und Auseinandersetzungen um kulturelle Institutionen in den USA.


