Das Insolvenzverfahren für die ATG Agrartechnikgeräte GmbH in Hörsching wurde eröffnet, nachdem die Sanierung gescheitert ist.
LINZ-LAND. 1979 gründete Karl Velechovsky das Unternehmen, das als Großhandel für Forst- und Agrargeräte in Österreich und Deutschland tätig war. Vor einigen Jahren übernahm Andreas Schachinger die Geschäftsführung. Laut KSV 1870 belaufen sich die Passiva auf etwa 1,9 Millionen Euro, während die Aktiva bei rund 10.000 Euro liegen. Betroffen von der Insolvenz sind vier Mitarbeiter und 36 Gläubiger.
Gründe für die Insolvenz
Die Zahlungsunfähigkeit des Unternehmens ist laut Geschäftsführer Schachinger auf die schwierige wirtschaftliche Lage in der Land- und Forstwirtschaft zurückzuführen. Händler hätten ihre Lager zwar gut gefüllt, bestellten jedoch keine neuen Lieferungen. Dies führte zu einem Preisverfall. Zudem war es nicht möglich, offenes Personal zu ersetzen, und Lieferanten waren aufgrund des Sanierungsverfahrens zurückhaltend, was zu strengen Zahlungsanforderungen bei neuen Bestellungen führte. Schachinger gab im Insolvenzantrag an, dass eine Fortführung des Unternehmens nicht beabsichtigt sei, so Sonja Kierer vom KSV 1870.
Sanierungsverfahren und Ausschüttungen
Im Jahr 2024 wurde bereits ein Sanierungsverfahren eröffnet, welches jedoch im Juni des gleichen Jahres aufgrund eines angenommenen 30-Prozent-Sanierungsplans aufgehoben wurde. In den ersten vier Wochen wurden 10 Prozent an die Gläubiger ausgezahlt. Eine weitere Rate von 10 Prozent sollte am 28. Juni 2025 fällig werden. Der KSV 1870 hat die zweite Rate bereits eingefordert, da bisher keine Zahlung eingegangen ist. Die letzte Rate von 10 Prozent wäre am 28. Juni 2026 fällig gewesen. Bisher konnten die Angaben des Insolvenzverwalters nicht ausreichend geprüft werden.


