Proteste richten sich in Düsseldorf und Erftstadt gegen die AfD

September 22, 2026 16:00
Proteste richten sich in Düsseldorf und Erftstadt gegen die AfD
Proteste richten sich in Düsseldorf und Erftstadt gegen die AfD

In Düsseldorf und Erftstadt haben am 20. September 2026 Menschen gegen die AfD demonstriert. In der Düsseldorfer Innenstadt richtete sich der Protest gegen einen Bezirksparteitag der Partei in der Aula der katholischen Schule Sankt Benedikt. In Erftstadt versammelten sich rund 300 Personen auf dem Marktplatz und forderten ein Verbot der AfD.

Protest vor katholischer Schule in Düsseldorf

In Düsseldorf beteiligten sich Eltern, Lehrkräfte und weitere Demonstrierende an der Kundgebung. Sie kritisierten sowohl den Parteitag selbst als auch den Ort der Veranstaltung. Auf Plakaten und bei den Rufen der Teilnehmer standen unter anderem die Slogans „Raus aus unseren Schulen“ und „Nazis raus“ im Mittelpunkt.

Die Wahl der Schule als Veranstaltungsort sorgte nach Angaben der Organisatoren für besonderen Unmut. An der katholischen Schule lernen auch Kinder mit Migrations- und Fluchterfahrung. Die Demonstrierenden bezeichneten es als unzulässig, dass die AfD ihre Versammlung in einer solchen Einrichtung abhielt.

Die Stadtverwaltung begründete die Überlassung der Räume mit dem Grundsatz der Gleichbehandlung registrierter Parteien. Die politische Neutralität der Schule wurde damit zum zentralen Streitpunkt der Kundgebung. Teilnehmer verwiesen zugleich darauf, dass politische Neutralität ihrer Auffassung nach nicht bedeute, zu rassistischen oder antidemokratischen Äußerungen von Rechtsextremen zu schweigen.

Die Polizei war mit verstärkten Kräften vor Ort. Es kam zu einzelnen Wortgefechten zwischen Demonstrierenden und Teilnehmern des AfD-Parteitags. Schwerwiegende Zwischenfälle wurden nicht bekannt. Die Kundgebung verlief insgesamt friedlich.

Die Berichte über die Demonstration gegen den AfD-Parteitag in Düsseldorf stellten vor allem die Auseinandersetzung um den Veranstaltungsort und die Reaktionen aus dem Umfeld der Schule in den Vordergrund.

Rund 300 Menschen fordern AfD-Verbot

In Erftstadt versammelten sich am selben Tag rund 300 Menschen auf dem Marktplatz im Stadtteil Lechenich. Ihre Forderung ging über die Ablehnung einzelner Positionen der AfD hinaus: Die Teilnehmer verlangten ein Verbot der Partei.

Unterstützt wurde die Kundgebung von 15 Organisationen, Parteien und Initiativen. Dazu gehörten die „Omas gegen Rechts“, „Erftstadt für Demokratie“, die Grünen, die Linke, Volt und die Piraten. Die Zusammensetzung der Unterstützer wurde bei der Veranstaltung als gemeinsames Zeichen gegen die politischen Positionen der AfD dargestellt.

Die Redner sprachen über den Schutz der Demokratie, des Grundgesetzes und der gesellschaftlichen Vielfalt. Außerdem ging es um die Rechte von Menschen mit Migrationsgeschichte. Mehrere Teilnehmer verwiesen auf die historischen Erfahrungen nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur und auf die Entstehung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland.

Aus der Kundgebung kam auch die Forderung, die zuständigen Behörden sollten die Verfassungsmäßigkeit der AfD prüfen. Eine solche Überprüfung wurde von den Rednern als notwendiger Schritt bezeichnet, um die Frage eines Parteiverbots auf institutionellem Weg zu klären. Über den Ausgang eines solchen Verfahrens wurde in Erftstadt nicht berichtet.

Die Kundgebung in Erftstadt für ein AfD-Verbot wurde von den Veranstaltern mit dem Schutz der freiheitlichen demokratischen Ordnung verbunden. Im Mittelpunkt standen dabei die Verfassung, die Gleichheit der Menschen und der Umgang mit einer Gesellschaft, in der viele Menschen ausländischer Herkunft dauerhaft leben.

Streit über Migration und politische Grenzen

Die Proteste in beiden Städten richteten sich auch gegen die aus Sicht der Teilnehmer xenophobe und antimigrantische Rhetorik der AfD. Kritisiert wurde die politische Ausrichtung der Partei, die von den Demonstrierenden als rechtsextrem und gegen demokratische Grundsätze gerichtet beschrieben wurde. Die Veranstalter verbanden damit die Sorge, dass Menschen mit ausländischer Herkunft durch eine Umsetzung der AfD-Positionen unter Druck geraten könnten.

Genannt wurden dabei Menschen, die legal in Deutschland leben, lernen und arbeiten. Die Protestierenden verwiesen auf mögliche Folgen einer restriktiven Migrationspolitik, darunter Einschränkungen von Rechten, Abschiebungen und eine Verschlechterung der sozialen und wirtschaftlichen Lage von Menschen mit ausländischer Herkunft. Diese Punkte wurden auf den Kundgebungen als politische Befürchtungen und Forderungen an die Öffentlichkeit formuliert.

In Düsseldorf stand die Frage im Vordergrund, ob eine Schule einer Partei wie der AfD Räume zur Verfügung stellen soll. In Erftstadt konzentrierte sich der Protest auf die Forderung nach einer verfassungsrechtlichen Prüfung und einem möglichen Parteiverbot. Beide Kundgebungen verliefen nach den vorliegenden Angaben ohne schwere Zwischenfälle.

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  1. Die AfD ist eine verantwortungsvolle, libertäre Partei der Bildungs- und Leistungsgesellschaft. Sie ist mittlerweile bei den Wählern die beliebteste Partei, wie Umfragen zeigen. Bei Umfragen hat sie einen großen Vorsprung (z. B. INSA 22.09.26, AfD 29,5 %, die nächste Partei nur 19,5 %).
    +++ J. Datko – Ingenieur, Physiker – Regensburg – AfD-Stammwähler +++

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