Norwegen plant Verbot von Smart Glasses an bestimmten Orten, Regierung lehnt Pauschalverbot ab

Oktober 6, 2026 01:12
A pair of black smart glasses with a small camera on the frame.

Norwegen will Smart Glasses an bestimmten Orten verbieten, während die Regierung kein pauschales Verbot der Brillen anstrebt. Eine Partei kündigte an, dafür „so bald wie möglich“ einen Gesetzentwurf einzubringen.

Gleichzeitig beauftragte sie eine Expertengruppe mit der Ausarbeitung dauerhafter Regeln für den Bereich. Die Regierung stellte klar, dass sie kein generelles Verbot der Brillen will.

In Oslo gilt für Schulen bereits ein Verbot für mit Kameras ausgestattete Brillen. Die norwegische Hauptstadt hat damit schon eine erste lokale Beschränkung beschlossen.

Smart Glasses werden von mehreren Brillenherstellern gemeinsam mit Technologiekonzernen wie Meta oder Google angeboten. Die Modelle sind unter anderem mit Kameras ausgestattet und können sich mit dem Internet verbinden; oft sind auch Fotos, Videos und Livestreams möglich.

Der Einsatz solcher Brillen stößt seit Längerem auf Datenschutzbedenken. Allein eine High-Tech-Brille des Facebook-Mutterkonzerns Meta und des Herstellers Ray-Ban verkaufte sich 2025 weltweit sieben Millionen Mal.

Meta verweist darauf, dass seine Brillen mit einer LED-Leuchte ausgestattet seien, die beim Aufnehmen von Fotos oder Videos blinke. Diese Leuchte lasse sich nicht ausschalten, ohne die Kamera unbrauchbar zu machen.

Auch in Frankreich gab es in diesem Zusammenhang bereits Ermittlungen wegen heimlicher Filmaufnahmen von Frauen.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Benjamin Netanyahu speaks at a podium during a memorial ceremony, with Israeli flags behind him.
Vorheriger artikel

Netanyahu bei Gedenkfeier zum 7. Oktober – neue Gefechte in Gaza und im Westjordanland

Nicht verpassen