Frühe Dunkelheit, Nebel und nasse Fahrbahnen: Im Herbst steigt die Bedeutung der Sichtbarkeit.
In Niederösterreich richtet sich der Blick damit verstärkt auf Fußgänger und Radfahrer, die in der dunklen Jahreszeit auf Licht und Reflektoren achten sollen. Der Artikel verweist dabei auf die vielen ländlichen Straßen und größeren Ortschaften im Land, in denen schlechte Sicht besonders rasch zum Risiko werden kann.
Das ist keine Kleinigkeit: Im vergangenen Jahr wurden in Niederösterreich 7.182 Verkehrsunfälle mit Personenschaden registriert. Dabei wurden 8.963 Menschen verletzt, 111 Menschen kamen ums Leben.
Nach Angaben des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) ereignet sich etwa ein Drittel der Fußgängerunfälle bei Dämmerung, Dunkelheit oder künstlicher Beleuchtung. Eine vom KFV zitierte Sichtbarkeitsstudie kommt zudem zu dem Ergebnis, dass 63 Prozent der Fußgänger und 60 Prozent der Radfahrer zu dunkel gekleidet sind.
Die Unterschiede sind deutlich: In dunkler Kleidung wird eine Person laut KFV erst aus rund 25 Metern erkannt. Helle, kontrastreiche Kleidung ist bereits aus rund 40 Metern sichtbar, reflektierende Kleidung sogar aus etwa 140 Metern.
Für Radfahrer gilt in schlechter Sicht zusätzlich, dass Front- und Rücklicht eingeschaltet sein sollen. Reflektoren am Fahrrad, am Helm, an der Kleidung oder an den Speichen erhöhen die Sichtbarkeit.
Auch Fußgänger sollten nach Möglichkeit gesicherte Übergänge benutzen. Auf Freilandstraßen ohne Geh- oder Radweg ist laut Artikel in der Regel die linke Straßenseite zu verwenden.
Der Bericht verweist außerdem darauf, dass Oktober bis Jänner als besonders unfallträchtige Monate für Fußgänger gelten. Für Radfahrer zog die Bilanz 2025 österreichweit ebenfalls eine deutliche Verschlechterung nach sich: Im Straßenverkehr starben 65 Menschen, also doppelt so viele wie 2024.


