Elfriede Kölbl aus Alling auf Mopeds von Deutschland nach Rom zum Grab von Bud Spencer

August 24, 2025 21:12
Elfriede Kölbl aus Alling auf Mopeds von Deutschland nach Rom zum Grab von Bud Spencer

Die Idee wurde bei einer Novalja-Tour geboren: Die Mopedrunde mit Elfriede Kölbl legte 2.257 Kilometer zurück, um das Grab von Bud Spencer in Rom zu besuchen. Begleitet wurde die Fahrt von der Sammelaktion für eine Familie, deren Vater kürzlich verunglückt ist. Darüber berichtet Welt Stimme.

ALLING/STAINZ. Der Besuch des Grabes von Bud Spencer (1929-2016) auf dem Campo Verano in Rom stellt eine Ehrerweisung für einen bekannten Schauspieler, Sportler und Musiker dar. Die Herausforderung, diese Reise auf Mopeds mit lediglich zwei bis zweieinhalb PS zu absolvieren, spiegelt den ehrgeizigen Charakter wider, der Spencer in vielen Western-Komödien, an der Seite von Terence Hill, auszeichnete. Elfriede Kölbl und ihre Begleiter Bernhard Grundner, Volker Höfer, Agathon Koren, Alexander Regenje, Peter Russmann, Alois Scheifler, Frederick Scheifler, Barbara Schriebl und Johann Welser starteten ihre Fahrzeuge und fuhren von Köflach in Richtung Pack.

Die Gruppe wurde von Pfarrer Martin Trummler sowie dem Puch-Club und dem örtlichen Vespa-Club verabschiedet. Trotz des Segens des Geistlichen hatte Mechaniker Frederick „Fredi“ Scheifler viel zu tun. Dennoch bewältigten alle Teilnehmer die Strecke über den Klopeinersee und den Wurzenpass bis nach Venedig. Selbst der Sturz von Bernhard Grundner auf einer Brücke in Venedig wurde ohne größere Folgen überstanden. Ernsthafte Schwierigkeiten traten eher bei der Puch Maxi von Grundner auf, deren Radlager durch den schnellen Ersatzteilservice seiner Großeltern behoben wurden.

Kerze für Bud Spencer-Grab

Nach Behebung dieser Probleme standen einem Besuch des Ferrari-Museums in Maranello und der Ankunft in Florenz nichts mehr im Wege. Die nächste Panne war weniger technischer Natur: Agathon Koren hatte sich verfahren und konnte erst nach längerer Suche wieder gefunden werden. Im malerischen Pitigliano milderte die beeindruckende Beleuchtung den Ärger über die Verzögerung. Der große Moment kam mit der Ankunft in Rom, wo die Freude groß war, als Pfarrer Martin Trummler sein Versprechen einhielt, die Mopedgruppe im „Campo Santo Teutonico“ (Deutscher Friedhof) und beim Grab des Heiligen Petrus zu treffen. Vor dem Besuch des Grabes von Bud Spencer herrschte große Anspannung.

Elfriede Kölbl hatte eine Kerze mit einem Puch Maxi-Logo, einem Steiermark-Herz und einem Bild des Schauspielers anfertigen lassen. Mit einem Glas Sekt wurde dem weltberühmten Italiener, bekannt unter dem Namen Carlo Pedersoli, gedacht. Der Rest des Tages wurde für einen ausführlichen Rundgang durch die Ewige Stadt genutzt, zu den Sehenswürdigkeiten wie dem Colosseum, den Forum Romanum, dem Trevi-Brunnen und der Spanischen Treppe. Am folgenden Tag begann die Rückreise über Teramo und den Appenin-Pass, mit einem Blick auf den beeindruckenden Gran Sasso. Im zweiten Versuch gelang in Ancona der Sprung auf die Fähre, die in der Nacht nach Split übersetzte.

Private Spendenaktion

Inzwischen wurde im Text weniger über Pannen berichtet, diese begleitenden Schwierigkeiten waren jedoch konstant präsent. In Primosten half ein erfahrener Schlosser, die Speichen an Peter Russmanns Puch MV 50 zu reparieren. Mit viel Mühe schaffte es die Gruppe schließlich nach Veljun Primorski, Brinje und zurück über den Radlpass nach Steiermark, zum Ausgangspunkt ihrer Reise. „Wir haben wirklich etwas Großes geschafft“, erklärten die „einspurigen Ritter der Landstraße“ stolz nach 2.257 Kilometern und 28.390 absolvierten Höhenmetern. Ein zusätzlicher Grund für den Stolz ist die während der Fahrt gesammelten Spenden, die einer Familie zugutekommen, deren Vater vor Kurzem verunglückt ist.

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