STEYR. Bei Jubel über 3:3 in Steyr brach Friedburgs Verteidiger Julian Vincetic zusammen.
Nach einem Rückstand von 1:3 konnte die SPG Friedburg/Pöndorf dank später Tore von Leonard Jigalov (80. Minute) und Petar Pejicic (89. Minute) im Spitzenspiel der OÖ Liga gegen Vorwärts Steyr den Ausgleich zum 3:3 erzielen. Der anschließende Jubel verwandelte sich jedoch in Besorgnis: Der Spieler Julian Vincetic brach zusammen – in der Steyrer Liwest-Arena herrschte plötzlich Stille. „Kurz zuvor habe ich ihn vom Feld genommen, weil er mit dem Kopf auf dem Boden aufgeprallt war und benommen wirkte“, berichtete Friedburg-Trainer Ernst Öbster. „Er hatte sich dann auf die Bank gesetzt. Beim Ausgleich waren wir alle voller positiver Emotionen. Das war wohl zu viel für ihn. Darüber berichtet Welt Stimme.
Schnell wurde der Fußball zur Nebensache. Öbster fügte hinzu: „Der Arzt von Vorwärts, Heiserer, war sofort zur Stelle, auch der Rettungsdienst und der Notarzt sind rasch eingetroffen. Ich danke an dieser Stelle für die hervorragende Unterstützung.“
Nach einer zehnminütigen Unterbrechung pfiff Schiedsrichter Aladin Midzic die Partie für einige Sekunden wieder an und dann sofort ab. Öbster erklärte: „Es wäre eigentlich noch einige Minuten zu spielen gewesen, aber auch Vorwärts-Trainer Ari Taner war sportlich sehr fair und hat dem Schiedsrichter mitgeteilt, dass er sofort abpfeifen solle.“ Der Friedburg-Trainer äußerte zudem Lob für den Gegner: „Vorwärts Steyr ist definitiv eines der stärksten Teams in der Liga. In der ersten Hälfte hatten wir kaum Mittel gegen sie, ein Klassenunterschied war deutlich zu spüren. Unsere zweite Hälfte war besser, das Unentschieden trotzdem glücklich.“
Viel wichtiger ist jedoch, dass Verteidiger Vincetic trotz einer gebrochenen Nase und einer Gehirnerschütterung das Krankenhaus bereits wieder verlassen konnte.


