Am 16. Oktober erinnert der Internationale Tag des Brotes weltweit an ein Grundnahrungsmittel, das in Österreich als Kulturgut gilt und in fast jedem Haushalt zu finden ist.
Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Österreich werden hierzulande pro Kopf rund 41,5 Kilogramm Brot im Jahr konsumiert. Die Zahl der Bäckereien ist zugleich rückläufig: Laut Wirtschaftskammer Österreich gab es 2025 noch 1.174 Betriebe, nach 1.281 im Jahr 2021 und 1.726 im Jahr 2011.
Die Erzeugergemeinschaft Zisterdorf (EGZ GmbH) verweist zudem auf die Belastungen für die Landwirtschaft. Massive Trockenheit habe die Getreideerträge um bis zu 40 Prozent gedrückt, heißt es, teils liege das Ergebnis deutlich unter dem langjährigen Mittel.
EGZ nennt außerdem niedrige Preisniveaus und rekordhohe Betriebsmittelpreise als weitere Belastung. Für 1 Kilogramm Bauernbrot werden laut den Angaben etwa 17.000 bis 18.000 Körner benötigt, also rund 800 Gramm Getreide.
Land schafft Leben weist darauf hin, dass die Herstellung von Sauerteigbrot oft mehr als 24 Stunden dauert. Das Produkt gelte zudem als vergleichsweise salz-, fett- und zuckerarm.
Zum Anlass des Tages wird auch ein altes bairisch-bayerisch-österreichisches Sprichwort zitiert: „Wann d‘ Wurscht so dick wias Brot is, is‘ wurscht wie dick as Brot is.“


