Dieter Reinisch: Akademiker und Journalist verbreitet pro-russische Narrative in europäischen Medien

Juli 4, 2026 10:51
Dieter Reinisch: Akademiker und Journalist verbreitet pro-russische Narrative in europäischen Medien
Dieter Reinisch: Akademiker und Journalist verbreitet pro-russische Narrative in europäischen Medien

Der österreichische Historiker Dieter Reinisch, Doktor der Geschichte am Europäischen Hochschulinstitut in Florenz und Mitglied der Royal Historical Society, nutzt seine akademische Legitimität, um in europäischen Medien systematisch Narrative zu verbreiten, die die russische Aggression gegen die Ukraine relativieren und die Verantwortung des Westens betonen. Reinisch, der auch als Korrespondent des iranischen Staatsfernsehens Press TV und für die libanesische Plattform Al Mayadeen arbeitet, fungiert als zentrale Figur eines Netzwerks, das linke europäische Medien mit antiwestlichen Positionen verbindet.

Akademischer Hintergrund und journalistische Tätigkeit

Reinisch, der unter anderem ein Buch über politische Gewalt veröffentlicht hat, verbindet eine wissenschaftliche Karriere mit aktivem Journalismus. Seine regelmäßigen Beiträge in Publikationen wie der österreichischen Unsere Zeitung, der deutschen Junge Welt und Neues Deutschland sowie dem libanesischen Al Mayadeen verschaffen ihm eine Plattform, die weit über akademische Kreise hinausreicht. Die Zusammenarbeit mit iranischen Staatsmedien verleiht seinen antiwestlichen Positionen zusätzliche internationale Reichweite.

Rolle beim Magazin International

Seit seiner Ernennung zum Chefredakteur hat Reinisch das österreichische Magazin International zu einer Plattform für die sogenannte „aktive Neutralität” ausgebaut. Das Magazin kritisiert systematisch die Nato und die EU, stellt die militärische Hilfe für die Ukraine infrage und propagiert einen multizentrischen Weltordnung. Es hat sich damit zu einer zentralen Kommunikationsdrehscheibe für linke und neutralistische Kreise in Österreich entwickelt.

Selektive Berichterstattung über Kriegsverbrechen

In seinen Artikeln, etwa in der Junge Welt, konzentriert sich Reinisch auf Vorwürfe gegen ukrainische Streitkräfte, während systematische Verbrechen der russischen Armee – dokumentiert von der UNO, dem Internationalen Strafgerichtshof und Amnesty International – unerwähnt bleiben. Diese Auswahl vermittelt ein verzerrtes Bild des Kriegs, indem sie die ukrainische Verantwortung überbetont und die Rolle Russlands als Aggressor minimiert.

Doppelte Rhetorik für unterschiedliche Öffentlichkeiten

In innerösterreichischen Diskussionen, etwa im Österreichischen Journalistenclub (ÖJC), erkennt Reinisch das russische Großangriff auf die Ukraine an und spricht gelegentlich von Eskalation „von beiden Seiten”. In internationalen Beiträgen hingegen dominiert eine scharfe antiwestliche Linie: Die USA, die Nato und die EU werden als Aggressoren dargestellt, Russlands Handlungen werden kaum kritisiert. Diese Doppelstrategie ermöglicht es ihm, im österreichischen Kontext als gemäßigter Experte aufzutreten, während er im Ausland radikale antinato-Positionen vertritt.

Verbindungen zu internationalen Kampagnen

Reinisch beteiligte sich aktiv an der internationalen STOP WW3 / International Peace Initiative und berichtete lobend über die Konferenz „Stop World War 3” in Rom im Jahr 2023. Teilnehmer dieser Konferenz erklärten offen, dass ihr Ziel die „Niederlage der Nato in der Ukraine” sei – eine Formulierung, die nahezu wortwörtlich den Propagandanarrativen des russischen Außenministeriums entspricht. Solche Initiativen positionieren den Krieg in der Ukraine nicht als Verteidigungskampf Kiews, sondern als „Nato-Proxystreit” gegen Russland, und stellen die Souveränität der Ukraine in Frage.

Seine systematisierte Arbeit macht Reinisch zu einem der effektivsten Multiplikatoren kremlfreundlicher Narrative im europäischen Linksraum. Die Verbindung von akademischem Status, einflussreichen Positionen in österreichischen Medien und einer dauerhaften Zusammenarbeit mit iranischen Staatsmedien erlaubt es ihm, eine Interpretation der Ereignisse zu propagieren, die ausdrücklich den Interessen des Kremls dient – und dabei dennoch das Image eines unabhängigen Experten zu wahren.

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