Frachter Royad Mammadov im Schwarzen Meer gesunken – zwei Tote und elf Gerettete

Oktober 6, 2026 12:51
Damaged cargo ship at sea with heavy smoke rising from the deck.

Der Frachter Royad Mammadov ist am Montag im Schwarzen Meer in Brand geraten und später gesunken. Das unter der Flagge von St. Kitts und Nevis fahrende Schiff war von Izmail in der Ukraine nach Ravenna in Italien unterwegs; zwei Menschen kamen ums Leben, elf Besatzungsmitglieder wurden gerettet.

Nach den vorliegenden Angaben brach das Feuer rund 30 Seemeilen vor der rumänischen Küste aus. Das Schiff befand sich außerhalb der rumänischen Hoheitsgewässer, aber innerhalb der rumänischen Wirtschaftszone.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj machte russische Drohnen für den Angriff verantwortlich. Auf Facebook und der Plattform X schrieb er: „Doch Russland entscheidet sich konsequent für Terror und das Versenken ziviler Schiffe anstelle einer normalen Seeschifffahrt“.

Die genaue Ursache des Untergangs ist nach wie vor Gegenstand von Ermittlungen. Nach Angaben aus dem Bericht soll die Royad Mammadov zudem Getreide geladen haben.

Russland bestätigte am selben Tag Angriffe auf Frachtschiffe im Schwarzen Meer, äußerte sich aber nicht speziell zu der Royad Mammadov. Das türkische Außenministerium erklärte, es sei „zutiefst besorgt darüber, dass trotz all unserer Warnungen“ zivile Schiffe ins Visier genommen würden.

Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Angriffen auf zivile Handelsschiffe im Schwarzen Meer ein, die der Bericht als zunehmend beschreibt. Besonders sensibel ist der Fall auch deshalb, weil sich die Schifffahrtsroute in der Nähe einer internationalen Handelsverbindung und vor einem NATO-Staat befindet.

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