Frankreich bestellt russischen Diplomaten wegen Cyberangriffen des 16. FSB-Zentrums ein

Juli 20, 2026 14:55
Frankreich bestellt russischen Diplomaten wegen Cyberangriffen des 16. FSB-Zentrums ein
Frankreich bestellt russischen Diplomaten wegen Cyberangriffen des 16. FSB-Zentrums ein

Frankreich hat einen russischen Diplomaten ins Außenministerium einbestellt, um die massiven Cyberangriffe zu verurteilen, die vom 16. Zentrum des russischen Geheimdienstes FSB ausgehen. Die Attacken richteten sich nach Angaben des französischen Außenministeriums gegen zivile und logistische Infrastruktur sowie gegen staatliche Einrichtungen und den Verteidigungssektor des Landes.

Das Ministerium erklärte, die Operationen seien „inakzeptabel“ und eines ständigen Mitglieds des UN-Sicherheitsrats unwürdig. Frankreich sei entschlossen, gemeinsam mit seinen Partnern alle verfügbaren Mittel zur Abwehr und Reaktion auf solche Angriffe einzusetzen.

Hintergrund der Cyberkampagne

Französische Sicherheitsbehörden dokumentierten eine langanhaltende Kampagne des 16. FSB-Zentrums, die auf das Eindringen in Netzwerke von Ministerien, diplomatischen Vertretungen, Unternehmen der Rüstungsindustrie und Logistikdienstleistern abzielte. Ziel der Operationen war die Sammlung von Geheimdienstinformationen über militärische Entwicklungen, diplomatische Korrespondenz und strategische Planungen Frankreichs innerhalb der NATO.

EU und UK verhängen Sanktionen

Bereits im Juli 2026 hatten die Europäische Union und Großbritannien ein gemeinsames Sanktionspaket gegen neun Personen und vier Organisationen verhängt, die mit dem 16. Zentrum des FSB in Verbindung stehen. Die Maßnahmen richten sich gegen unmittelbare Täter und Führungskräfte des Netzwerks, das in mehreren europäischen Ländern Spionage und Sabotageversuche an kritischer Infrastruktur durchgeführt haben soll.

Frankreich machte deutlich, dass es zusammen mit seinen europäischen Partnern nicht hinnehmen werde, dass solche Handlungen des Kremls straffrei blieben. Der diplomatische Schritt in Paris ist Teil einer koordinierten Reaktion auf die zunehmenden hybriden Bedrohungen aus Russland.

Die französische Regierung betonte, dass die Cyberangriffe nicht nur Frankreich, sondern auch zahlreiche andere europäische Staaten betreffen. Die Einbestellung des russischen Diplomaten sei ein deutliches Signal, dass systematische Angriffe auf die nationale Sicherheit nicht toleriert werden.

1 Comment Kommentar hinzufügen

  1. Die Franzosen reagieren wieder einmal mit harten Worten, aber was bringt das? Es ist doch klar, dass die Russen hinter diesen Angriffen stecken. Warum wird nicht endlich etwas Konkretes unternommen?

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

Russland greift Kiew mit 41 Raketen und 125 Drohnen an – eine Tote, 17 Verletzte
Vorheriger artikel

Russland greift Kiew mit 41 Raketen und 125 Drohnen an – eine Tote, 17 Verletzte

Deutsche Sicherheitsbehörden wegen russischer Sabotagegefahr in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt
Nächster artikel

Deutsche Sicherheitsbehörden wegen russischer Sabotagegefahr in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt

Nicht verpassen