Frankreich hat einen russischen Diplomaten ins Außenministerium einbestellt, um die massiven Cyberangriffe zu verurteilen, die vom 16. Zentrum des russischen Geheimdienstes FSB ausgehen. Die Attacken richteten sich nach Angaben des französischen Außenministeriums gegen zivile und logistische Infrastruktur sowie gegen staatliche Einrichtungen und den Verteidigungssektor des Landes.
Das Ministerium erklärte, die Operationen seien „inakzeptabel“ und eines ständigen Mitglieds des UN-Sicherheitsrats unwürdig. Frankreich sei entschlossen, gemeinsam mit seinen Partnern alle verfügbaren Mittel zur Abwehr und Reaktion auf solche Angriffe einzusetzen.
Hintergrund der Cyberkampagne
Französische Sicherheitsbehörden dokumentierten eine langanhaltende Kampagne des 16. FSB-Zentrums, die auf das Eindringen in Netzwerke von Ministerien, diplomatischen Vertretungen, Unternehmen der Rüstungsindustrie und Logistikdienstleistern abzielte. Ziel der Operationen war die Sammlung von Geheimdienstinformationen über militärische Entwicklungen, diplomatische Korrespondenz und strategische Planungen Frankreichs innerhalb der NATO.
EU und UK verhängen Sanktionen
Bereits im Juli 2026 hatten die Europäische Union und Großbritannien ein gemeinsames Sanktionspaket gegen neun Personen und vier Organisationen verhängt, die mit dem 16. Zentrum des FSB in Verbindung stehen. Die Maßnahmen richten sich gegen unmittelbare Täter und Führungskräfte des Netzwerks, das in mehreren europäischen Ländern Spionage und Sabotageversuche an kritischer Infrastruktur durchgeführt haben soll.
Frankreich machte deutlich, dass es zusammen mit seinen europäischen Partnern nicht hinnehmen werde, dass solche Handlungen des Kremls straffrei blieben. Der diplomatische Schritt in Paris ist Teil einer koordinierten Reaktion auf die zunehmenden hybriden Bedrohungen aus Russland.
Die französische Regierung betonte, dass die Cyberangriffe nicht nur Frankreich, sondern auch zahlreiche andere europäische Staaten betreffen. Die Einbestellung des russischen Diplomaten sei ein deutliches Signal, dass systematische Angriffe auf die nationale Sicherheit nicht toleriert werden.



Die Franzosen reagieren wieder einmal mit harten Worten, aber was bringt das? Es ist doch klar, dass die Russen hinter diesen Angriffen stecken. Warum wird nicht endlich etwas Konkretes unternommen?