Hinrichtung in Nashville: Byron Black leidet unter Schmerzen
In Nashville, Tennessee, kam es zu einer umstrittenen Hinrichtung, bei der der 69-jährige Byron Black, zum Tode verurteilt wegen eines Dreifachmordes in den 1980er Jahren, erhebliche Schmerzen erlitten haben soll. Die Hinrichtung sollte durch eine tödliche Injektion vollzogen werden, jedoch beeinträchtigte sein Herzschrittmacher den Prozess.
Berichten zufolge äußerten seine Anwälte im Vorfeld Bedenken, dass der Herzschrittmacher, der auch als Defibrillator fungieren kann, während des Verfahrens Stromstöße abgeben könnte, was Black am Leben halten würde. Zudem hob das Anwaltsteam seine geistige Behinderung hervor, um rechtliche Schritte gegen die Hinrichtung zu unternehmen. Black litt zudem seit Jahren an Demenz und Nierenversagen.
Offiziell erklärte die Gefängnisverwaltung, dass Black um 10.43 Uhr für tot erklärt wurde, nachdem er die Injektion erhalten hatte. Berichten von US-Medien zufolge gab es jedoch erschütternde Details. So öffnete sich der Vorhang zur Hinrichtungskabine um 10.31 Uhr, und Black, der keine letzten Worte sprach, soll nach der Verabreichung des letalen Mittels gestöhnt und nach Luft gerungen haben. Der Gefängnispfarrer, der anwesend war, bestätigte, dass Black wiederholt von „starken Schmerzen“ sprach: „Er hat wiederholt gesagt: ,Es tut so weh.‘“
Einige Journalisten, die zuvor eine andere Hinrichtung mit dem gleichen Mittel beobachtet hatten, berichteten, dass der damalige Verurteilte keine ähnlichen Äußerungen gemacht hatte.
Die Familie der Opfer äußerte sich daraufhin erleichtert über den Abschluss des Verfahrens. In einer Erklärung heißt es, dass sie nie eine Entschuldigung von Black erhalten hatten. Ob die Schmerzen während der Hinrichtung wirklich durch den Herzschrittmacher verursacht wurden, wird eine Obduktion klären müssen.
Die Todesstrafe bleibt in den USA ein stark umstrittenes Thema. Blacks Hinrichtung hatte zahlreiche Proteste ausgelöst. Fortschritte in der Forensik und aufgedeckte Justizirrtümer schüren Zweifel an der Unfehlbarkeit des Systems. Darüber hinaus wird zunehmend erkannt, dass möglicherweise auch Unschuldige hingerichtet wurden. Aspekte wie soziale Ungleichheit und Rassismus sind in dieser Debatte ebenfalls nicht zu vernachlässigen.


