Strenge Regeln für Touristen in Italien: So vermeiden Sie hohe Geldstrafen

August 5, 2025 10:13
Strenge Regeln für Touristen in Italien: So vermeiden Sie hohe Geldstrafen

Strenge Regelungen für Touristen in Italien

Italien, bekannt für seine lebendige Kultur und historischen Städte, hat in mehreren Destinationen strenge Regulierungen für Touristen eingeführt. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, die Umwelt zu schützen und respektvolles Verhalten zu fördern.

Im vergangenen Jahr besuchten 57,7 Millionen Reisende Italien. Um den Herausforderungen von Massentourismus, Umweltverschmutzung und unangemessenem Verhalten entgegenzuwirken, haben örtliche Behörden verschiedene Regelungen erlassen.

Ausgangssperre für Jugendliche in Kalabrien
In dem beliebten Urlaubsort Praia a Mare in Kalabrien wurde eine nächtliche Ausgangssperre für Kinder und Jugendliche unter 14 Jahren eingeführt. Diese müssen spätestens um 0.30 Uhr zu Hause sein, um die Sicherheit der jungen Menschen und der Urlauber zu gewährleisten. Bei Verstößen drohen Geldstrafen von bis zu 250 Euro an die Aufsichtspflichtigen.

Der Bürgermeister betonte in seiner Verfügung die Risiken, denen Minderjährige bei nächtlichen Ausgängen ausgesetzt sind und verwies auf mögliche Gefahren wie Verkehrsunfälle und Jugendkriminalität. „Nachts sind sie besonders gefährdet“, erklärte er.

Verbot des Sand- und Muschelsammelns auf Sardinien
Sardinien hat ebenfalls strenge Vorschriften erlassen. An beliebten Stränden wie La Pelosa und Cala Mariolu ist das Mitnehmen von Sand und Muscheln verboten, mit möglichen Strafen von bis zu 3000 Euro. Außerdem ist das Liegen auf Badetüchern ohne Matte und das Ausheben von Sandgruben untersagt.

Verbotene Fußbekleidung auf Wanderwegen
In den Dörfern der Cinque Terre gilt ein Verbot für das Betreten der Wanderwege mit Flip-Flops oder Sandalen. Verstöße können mit Strafen von bis zu 2500 Euro geahndet werden. In Apulien ist es Bootsbesatzungen untersagt, in Küstennähe laut Musik zu spielen.

Regelungen in Portofino
Die Küstenstadt Portofino hat zusätzliche Einschränkungen eingeführt, um die öffentliche Ordnung zu wahren. Barfußlaufen und das Verweilen mit Koffern oder Picknick-Ausrüstung an öffentlichen Orten sind bis zum Ende der Sommersaison verboten, mit Geldstrafen zwischen 25 und 500 Euro bei Verstößen.

Essensverbote in Rom und Florenz
In Rom ist das Essen auf den Stufen von Kirchen und an Sehenswürdigkeiten wie der Spanischen Treppe strikt verboten. In Florenz dürfen Reisende in der Altstadt nicht auf Straßen oder Plätzen essen, die direkt an Kirchen angrenzen. Diese Maßnahmen sollen die Sauberkeit und den Respekt vor dem kulturellen Erbe fördern.

Tourismusministerin Daniela Santanché appellierte an die Besucher: „Italien liebt Touristen, aber erwartet Rücksichtnahme. Wer sich vorher über die örtlichen Regeln informiert, kann Strafen vermeiden und hilft, die Schönheit des Landes zu bewahren.“

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