Wasserkrise in Teheran: Öffentliche Toiletten geschlossen, Situation verschärft sich

August 2, 2025 17:52
Wasserkrise in Teheran: Öffentliche Toiletten geschlossen, Situation verschärft sich

Krise verschärft sich

Die Wasserkrise im Iran hat alarmierende Ausmaße erreicht. In verschiedenen Stadtteilen Teherans, sowie in mindestens 50 weiteren Städten, wurde die Wasserversorgung für bis zu 48 Stunden unterbrochen. Berichten zufolge sind auch alle öffentlichen Toilettenanlagen in der Hauptstadt geschlossen.

Die Nachrichtenportale „Didehban-Iran“ und „Shargh“ berichten, dass diese Maßnahmen Teil der von der Regierung eingeleiteten Wassersparmaßnahmen sind. Kritiker werfen der Regierung vor, den Bürgern ein fundamentales Bedürfnis zu verweigern. Die Schließungen wurden bisher von der Stadtverwaltung Teheran nicht kommentiert, jedoch von Augenzeugen bestätigt. In der Hauptstadt gibt es schätzungsweise 20.000 öffentliche Toiletten, viele davon sind bereits geschlossen, insbesondere in der Nähe von U-Bahn-Stationen.

Zusätzlich kommt es zu stundenlangen Stromausfällen, die die Nutzung von Klimaanlagen bei Temperaturen von 40 bis 50 Grad unmöglich machen. Bürger von Teheran äußern in sozialen Medien, dass ein menschenwürdiges Leben unter diesen Umständen kaum noch möglich sei.

Die Regierung unter Präsident Massud Peseschkian zeigt sich hilflos und fordert die Bürger auf, ihren Wasserverbrauch zu reduzieren. Ernsthafte Überlegungen, die Arbeitswoche von fünf auf vier Tage zu verkürzen oder eine einwöchige Schließung der Hauptstadt anzuordnen, um Strom und Wasser zu sparen, wurden vorerst verschoben, bleiben jedoch auf der Agenda. Peseschkian bezeichnet die Situation als „Naturkatastrophe“, die sich in den kommenden Wochen verschärfen könnte, da die Stauseen im Land fast leer sind.

Um möglichen Chaos-Szenarien vorzubeugen, wird sogar diskutiert, die Hauptstadt an einen anderen Standort zu verlegen. Die aktuellen Entwicklungen verdeutlichen die Dringlichkeit geeigneter Maßnahmen zur Bewältigung der tiefgreifenden Krisensituation im Iran.

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