In Allentsteig und Walthers hat am Wochenende das erste „Walther von der Vogelweide Singer & Song-Writer Festival“ stattgefunden. Zugleich wurde der „Walther Minne-Preis“ erstmals an Bryan Benner vergeben.
Mit dem Festival sollte nach Angaben des Berichts „der größte Waldviertler und einer der größten Österreicher unserer Kulturgeschichte“ wieder aus der Vergessenheit geholt werden. Veranstaltet wurde die Reihe vom Allentsteiger Autor Manfred Greisinger, der dabei auch 35 Jahre seiner Edition Stoareich feierte.
Das Festival lief am Samstag ab 14.00 Uhr im Lichtspiel Allentsteig und wurde am Sonntag um 9.30 Uhr dort fortgesetzt, bevor es ab 14.00 Uhr in Walthers bei Bernschlag weiterging. Insgesamt wurden 30 Künstlerinnen und Künstler in 15 Acts gezeigt.
Walther von der Vogelweide, der laut Bericht um 1170 bis um 1230 lebte, gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Lyriker des Mittelalters und als größter Sohn des Waldviertels. Der Beitrag verweist darauf, dass er seine Kindheit und Jugend vermutlich in Walthers bei Bernschlag/Hörmanns verbrachte, am Stift Zwettl ausgebildet wurde, später als Minnesänger vom Babenbergerhof in Wien durch die deutschen Lande zog und nach seinem Tod in Würzburg bestattet wurde.
Der erstmals vergebene Walther Minne-Preis ging an Bryan Benner, der im Bericht als „The modern Troubadour“ bezeichnet wird. Benner gab bei dem Festival auch ein Exklusivkonzert.
Der in Florida geborene Bariton, klassische Gitarrist, Singer-Songwriter und Entertainer lebt und arbeitet vor allem in Wien. Zu seiner Auszeichnung sagte Benner: „Ich habe mich Walther von der Vogelweide immer sehr verbunden gefühlt, und es erfüllt mich mit großer Demut, nun so eng mit seinem Namen und seinem Werk in Verbindung gebracht zu werden. Deshalb nehme ich die Ehrung von ganzem Herzen an!“


