Bärbel Bas legt nach eigenen Angaben mit sofortiger Wirkung ihr Amt als SPD-Parteivorsitzende nieder und bittet darum, als Bundesministerin für Arbeit und Soziales entlassen zu werden. Ihr Mandat im Bundestag will sie behalten.
Bas erklärte, sie könne momentan nicht die Kraft aufbringen, kurzfristig ihre Regierungs- und Parteiarbeit vollumfänglich auszuüben, und habe sich deshalb entschieden, beide Ämter aufzugeben. Sie teilte ihrem Co-Vorsitzenden und Vizekanzler Lars Klingbeil mit, dass sie ihr Amt als Parteivorsitzende mit dem heutigen Tag niederlege.
Zugleich bat Bas den Bundeskanzler, sie aus dem Amt der Bundesministerin für Arbeit und Soziales zu entlassen. Nach der vorliegenden Mitteilung ist damit noch nicht bestätigt, dass dieser Schritt bereits vollzogen wurde.
In dem am Montag verbreiteten Schreiben kritisierte Bas außerdem, dass öffentliche Angriffe auf sie, auch aus den Reihen des Koalitionspartners, in ihrer persönlich schwierigen Zeit weiter forciert worden seien. Wörtlich hieß es: „Darüber hinaus muss ich leider feststellen, dass die öffentlichen Angriffe auf mich, leider auch aus den Reihen des Koalitionspartners, in dieser für mich persönlich schwierigen Zeit weiter forciert wurden“.


