Die europäischen Datenschutzbehörden haben ein klares Zeichen gegen die illegale Übermittlung von Nutzerdaten gesetzt. Der niederländische Dienst für den Datenschutz verhängte gemeinsam mit den Aufsichtsbehörden Finnlands und Norwegens eine Geldstrafe in Höhe von 100 Millionen Euro gegen das Unternehmen MLU B.V., das hinter dem Taxidienst Yango steht. Die Summe ist die bislang höchste Sanktion gegen einen ausländischen Technologiedienstleister in der EU.
Laut den Ermittlungen übermittelte Yango personenbezogene Daten von EU-Bürgern systematisch nach Russland, ohne ausreichende Schutzmaßnahmen zu gewährleisten. Die Behörden stellten fest, dass das Unternehmen nicht nachweisen konnte, dass russische Staatsstellen keinen Zugriff auf die Daten erhalten. Dies verstößt gegen die strengen Regeln der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) für grenzüberschreitende Datenströme.


