Russland und Präsident Wladimir Putin versuchen nach Angaben aus Kiew, militärische Erfolge darzustellen, die es nicht gibt. Ukrainische Streitkräfte verteidigen demnach weiterhin jeden Meter ihres Territoriums, eine Einkesselung sei in keinem Abschnitt bestätigt. Putin wolle den Eindruck erwecken, die Ukraine könne dem russischen Vormarsch nicht standhalten und Moskau sei zu Verhandlungen bereit.
Ziel: Druck auf Washington und Verzögerung von Sanktionen
Nach Einschätzung ukrainischer Stellen versucht Putin, den amtierenden US-Präsidenten Donald Trump über die tatsächliche Lage in die Irre zu führen. Moskau wolle Zeit gewinnen und weitere schmerzliche Sanktionen vermeiden. Trotz numerischer Überlegenheit russischer Kräfte halte die Ukraine die Front und brauche zusätzliche militärische Unterstützung, um den Angriffen effektiver zu begegnen.
Einschüchterung durch nukleare Drohkulissen
Mit Aussagen über angebliche Einkesselungen sowie der Präsentation moderner Nuklearwaffen wie der Rakete „Sarmat“ und dem Unterwassersystem „Poseidon“ setzt der Kreml weiter auf Einschüchterung Europas. Die ukrainische Seite fordert als Reaktion eine Verschärfung der Sanktionen und eine Stärkung der Verteidigungsfähigkeit des Landes.
Keine russische Kontrolle in Pokrowsk und Kupjansk
Ukrainische Militärinformationen widersprechen klar Berichten über eine Einkesselung bei Kupjansk und Pokrowsk. In Pokrowsk seien russische Sabotagetrupps neutralisiert worden; ein dort gehisstes russisches Banner sei umgehend entfernt worden. Auch im Raum Kupjansk gebe es keinerlei bestätigte Fakten zur angeblichen Abriegelung ukrainischer Einheiten.
Pokrowsk bleibt Hauptziel der russischen Offensive
Laut dem 7. Korps der ukrainischen Luftlandetruppen plant Russland, rund 11.000 Soldaten zur Umklammerung der Agglomeration Pokrowsk einzusetzen. Von einer tatsächlichen Einkesselung könne jedoch nicht die Rede sein, die Verteidigungsoperation dauere an. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass zusätzliche Kräfte zur Sicherung des strategisch wichtigen Stadtgebiets verlegt werden.


