Rücktritt von Tiroler ÖVP-Sicherheitslandesrätin Astrid Mair
Die Tiroler ÖVP-Sicherheitslandesrätin Astrid Mair hat am Freitag ihren Rücktritt erklärt. Die 44-Jährige war zuvor innerparteilichem Druck ausgesetzt, nachdem sie ihre Bewerbung um die stellvertretende Leitung der Tiroler Fremdenpolizei bekanntgegeben hatte.
Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) kündigte an, dass Mairs Amt nicht nachbesetzt wird. Mair betonte, dass sie dankbar für ihre Zeit in der Tiroler Landespolitik sei und dass sie in den Polizeidienst zurückkehren möchte. „Ich habe Landeshauptmann Anton Mattle heute mitgeteilt, dass ich die Chance ergreife, wieder als Oberstleutnant zur Tiroler Polizei zurückzukehren“, erklärte sie.
Vor ihrem Rücktritt hatte Mair ihr Interesse an der Führungsposition in der Landespolizeidirektion bekundet, wollte gleichzeitig aber in der Politik verbleiben. Dabei äußerte sie, sie sei die einzige Bewerberin und die Entscheidung sei momentan in Wien hängig. Angesichts ihrer möglichen neuen Position plante sie, bis zur Rückkehr in die Landespolizeidirektion von einem Kollegen vertreten zu werden.
Der Rücktritt folgte auf intensive Gespräche innerhalb der ÖVP und eine öffentliche Debatte über politische Privilegien kurz vor der Landtagswahl im Herbst 2027. Inzwischen gab es scharfe Kritik aus den Oppositionsreihen, die Mair vorwarfen, den Anstand in der Politik zu missachten. Sie sei Teil eines „Selbstbedienungsladens“ der ÖVP, hieß es in einer Stellungnahme von Grünen-Politikern.
Einordnung
Die Behörden in Tirol sehen sich nun mit einer internen Umstrukturierung konfrontiert, da Mairs Agenden auf andere Ressorts verteilt werden müssen. Ihr Rücktritt könnte die politische Landschaft in der Tiroler Landesregierung beeinflussen und die Debatten über die Besetzung öffentlicher Ämter neu anheizen.


