Russland offen für trilaterale Gespräche über Ukraine-Konflikt
Russland schließt im Oktober neue trilaterale Gespräche mit der Ukraine und den USA zum Ukraine-Konflikt nicht aus. Dies äußerte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Sonntag gegenüber russischen Nachrichtenagenturen.
Bereits zu Beginn der Woche hatte Peskow signalisiert, dass Russland an einer Wiederaufnahme gemeinsamer Gespräche interessiert sei. Allerdings betonte er, es sei zu früh, um über einen möglichen Ort oder konkrete Termine zu sprechen. Zuletzt haben US-Gesandte Vorschläge zur Beendigung des Konflikts unterbreitet.
Die USA streben seit dem Amtsantritt von Donald Trump eine Lösung des seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Konflikts an, jedoch ohne nennenswerte Fortschritte bisher. Ein direktes Treffen zwischen Wladimir Putin und Wolodymyr Selenskyj beim G20-Gipfel im Dezember in den USA wurde von Peskow ausgeschlossen, mit der Erklärung, dass ein solches Treffen nur in Moskau stattfinden könnte.
Selenskyj hat sich hingegen bereit erklärt, ein Treffen in Miami zu erwägen. Seit Februar 2022 führt Russland eine großangelegte Offensive in der Ukraine, auf die die ukrainische Armee mit Gegenangriffen reagiert.
Unterdessen bieten Chinas Staatschef Xi Jinping und Indiens Ministerpräsident Narendra Modi ihre Vermittlung für Friedensgespräche an. Putin hat diese Bereitschaft begrüßt, wie Peskow am Sonntag mitteilte. Die drei Führer nehmen am BRICS-Gipfel in Neu-Delhi teil.
Einordnung
Die Bereitschaft Russlands zu Gesprächen könnte eine Wende im Ukraine-Konflikt darstellen, sofern die Verhandlungen zustande kommen. Dies könnte potenziell den Weg für eine Lösung des Konflikts ebnen und die geopolitischen Spannungen in der Region verringern.


