Österreichisches Doppelbudget 2027/2028 sieht Defizitreduzierung vor
Die österreichische Regierung plant, im Rahmen des neuen Haushaltsentwurfs für 2027 ein Defizit von 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) und für 2028 eine Senkung auf drei Prozent zu erreichen. Dies wurde vom Ministerrat beschlossen.
Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) äußerte bei der Vorstellung des Entwurfs, dass umfangreiche Maßnahmen umgesetzt wurden, um eine solide finanzielle Basis zu schaffen. Er betonte, dass die Bundesregierung mit dem Doppelbudget „Handlungskompetenz“ zeige. Der Schuldenstand wird von 81,5 Prozent des BIP im Vorjahr voraussichtlich auf 83,8 Prozent im Jahr 2028 steigen.
Die Netto-Konsolidierung sieht für 2027 eine Summe von 1,5 Milliarden Euro und für 2028 von 2,5 Milliarden Euro vor. Gleichzeitig plant die Regierung Offensiv-Maßnahmen, die die realen Konsolidierungsbeträge auf 2,1 Milliarden Euro in 2027 und fünf Milliarden Euro in 2028 erhöhen. Zu den vorgesehenen Maßnahmen gehören eine Verlängerung des Sonderbeitrags für Banken und Einsparungen im Umwelt- und Klimabereich.
Zusätzlich wird das Verteidigungsministerium im kommenden Jahr von einem Plus von 388 Millionen Euro profitieren, während die Finanzierung der Eurofighter-Nachfolger jedoch noch ungeklärt ist. Die Verhandlungen zu den notwendigen Mitteln sollen im Herbst fortgesetzt werden.
Einordnung
Die aktuelle Budgetplanung ist entscheidend, um die Vorgaben der EU zu erfüllen und weitere Schulden zu vermeiden. Die Maßnahmen zur Konsolidierung sowie zur Förderung von Unternehmen zeigen die Herausforderungen, denen sich die Regierung angesichts der unsicheren wirtschaftlichen Lage stellen muss.


