Russischer Drohnenangriff nahe Kiew fordert mehrere Todesopfer

Juni 6, 2026 07:03
Russischer Drohnenangriff nahe Kiew fordert mehrere Todesopfer

Drohnenangriff auf Babynahrungsfabrik fordert vier Todesopfer

Bei einem russischen Drohnenangriff auf eine Babynahrungsfabrik nahe Kiew sind am Freitag vier Menschen ums Leben gekommen, wie ukrainische Behörden berichteten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Angriff auf das Werk „Jagotynske für Kinder“ und bezeichnete ihn als gezielte Attacke auf zivile Infrastruktur. In den vergangenen Tagen seien zudem Lebensmittellager, eine Poststelle in Dnipropetrowsk, ein Krankenwagen in Cherson sowie ein Schulgebäude im Raum Sumy angegriffen worden. Der Gouverneur der Region Kiew, Mykola Kalaschnyk, erklärte, dass der Feind ein friedliches Unternehmen der Lebensmittelindustrie getroffen habe.

Selenskyj forderte die westlichen Verbündeten auf, die Luftabwehr der Ukraine zu verstärken und den wirtschaftlichen Druck auf Russland aufrechtzuerhalten. Er betonte, dass Unterstützungspakete für die Raketenabwehr und Waffenproduktionsvereinbarungen entscheidend für den Schutz der Zivilbevölkerung seien.

Die ukrainische Armee gab bekannt, in der Nacht 216 russische Drohnen registriert und 198 davon abgefangen zu haben. Bei diesen Angriffen wurden in den Regionen Saporischschja, Cherson und Dnipropetrowsk insgesamt drei Menschen getötet. In Saporischschja verletzten die Angriffe zudem 16 Menschen.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) berichtete von einem Vorfall, bei dem russische Soldaten nahe dem Atomkraftwerk Saporischschja verletzt wurden. Dies geschah während einer Minenräumung im Rahmen einer von der IAEA vermittelten Waffenruhe. Russland warf der Ukraine vor, die Feuerpause gebrochen zu haben, während die ukrainische Seite betonte, dass sie den Armistiz hält.

Einordnung

Der Drohnenangriff auf die Babynahrungsfabrik und die anschließenden militärischen Aktivitäten verdeutlichen die fortgesetzte Intensität des Konflikts und die Gefährdung von Zivilisten in der Ukraine. Die Forderung nach verstärkter internationaler Unterstützung könnte die militärische Lage und die geopolitischen Dynamiken in der Region erheblich beeinflussen.

Kommentar hinzufügen

Your email address will not be published.

WKO drängt auf schnellen Ausbau der B 72 bei Rosegg trotz Bahntrassenbeibehaltung
Vorheriger artikel

WKO drängt auf schnellen Ausbau der B 72 bei Rosegg trotz Bahntrassenbeibehaltung

Weltstars meiden Wien: Gründe für den Rückgang internationaler Auftritte in der Hauptstadt
Nächster artikel

Weltstars meiden Wien: Gründe für den Rückgang internationaler Auftritte in der Hauptstadt

Nicht verpassen